Ueli Meyes

Antarktis

Französisch-Polynesien

Karibische Inseln

Kroatische Adria

Östliches Mittelmeer

Rund um Südamerika

 

Ozeanien-Reise, 27. Dezember 2025 - 27. Februar 2026, Teil 2/4

Der kursiv geschriebene Text stammt von meinen Recherchen im Internet.

Mit einem Fracht-Passagierschiff unterwegs in der Südsee

Weisse Strände, türkisfarbenes Wasser, kleine Inseln, blaues Meer, Kokospalmen, Sonne, blauer Himmel, angenehme Temperaturen, Sorglosigkeit ... das mythisch verklärte Bild vom Paradies auf Erden hat einen Namen: Südsee.

Der Blick vom Weltall auf den Pazifischen Ozean, kurz Pazifik, auch Stiller Ozean oder Grosser Ozean genannt, zeigt die schier unendliche Grösse des grössten und tiefsten Ozeans der Erde. Zoomen wir näher, südlich des Äquators, gelangen wir in die Inselwelt im Südpazifik, in die Südsee.

Diese gewaltige, inseldurchsetzte Wasserfläche des Pazifischen Ozeans, auch als Ozeanien bezeichnet, wird in drei Inselregionen unterteilt.

Mikronesien: Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet "kleine Inseln". Die Inselgruppen gehören zu den Föderierte Staaten von Mikronesien, Kiribati, Marshallinseln, Nauru sowie Palau. Guam, die Nördlichen Marianen sowie die Wake Island sind Aussengebiete der USA.

Melanesien: Altgriechische Bedeutung für "schwarz", da die Inselgruppen von dunkelhäutigen Menschen besiedelt wurden, die weder polynesische noch mikronesische Sprachen sprechen. Die Inseln Melanesiens gehören zu Fidschi, Indonesien, Papua-Neuguinea, Salomonen und Vanuatu. Neukaledonien ist ein französisches Überseegebiet.

Polynesien: Im Griechischen bedeutet der Name "viele Inseln", die zu folgenden Staaten gehören: Cookinseln, Neuseeland, Niue, Samoa, Tokelau, Tonga und Tuvalu. Die Osterinsel gehört zu Chile, Hawaii ist der 50. Bundesstaat der USA und weitere US-amerikanische Aussengebiete sind Amerikanisch-Samoa sowie die Bakerinseln. Pitcairn ist ein britisches Überseegebiet während Französisch-Polynesien sowie Futuna und Wallis französische Überseegebiet sind.

Polynesien, das Dreieck mit Hawaii im Norden, den Osterinseln (Rapa Nui) im Osten und Neuseeland im Westen, ist das östlichste der Kulturareale Ozeaniens und mit einer Fläche von knapp 50 Millionen km² die grösste Inselregion Ozeaniens. Auf der Landfläche von rund 294'000 km², woran Neuseeland mit rund 91 % den grössten Anteil hat, leben etwa sechs Millionen Menschen.

Wenn wir noch weiter zoomen, erkennen wir die Inselgruppen von Französisch Polynesien, das eigentliche Ziel meiner Reise. Aber auch diese Gegend, die rund 17'000 Kilometer von Europa entfernt liegt, ist so gross (4'167 Km2), dass ich nur einen kleinen Teil der Inseln und Atollen der Inselgruppen Gesellschaftsinseln (Îles de la Société), dem Tuamotu-Archipel sowie die weit abgelegenen Marquesas-Inseln (Archipel des Marquises) besuchen werde. Diese liegen 1600 Km nordöstlich von Tahiti entfernt, am äussersten Rand von Französisch Polynesien.

 

Französisch-Polynesien

"Französisch-Polynesien ist ein französisches Überseegebiet in Polynesien. Französisch-Polynesien hat eine eigene parlamentarische Verfassung (mit der Assemblée de la Polynésie française) und eine eigene Flagge und zählt nicht zum Gebiet der Europäischen Union und auch nicht zum Schengen-Raum. Französisch-Polynesien besteht aus einer Ansammlung kleinerer Inseln, Atolle und Archipele im südlichen Pazifik etwa bei 15° Süd und 140° West. Die bekannteste und bevölkerungsreichste Insel ist Tahiti. Das Atoll Mururoa, auf dem die französische Nuklearstreitmacht Atomwaffen testete, gehört ebenfalls zu Französisch-Polynesien.
Französisch-Polynesien liegt im südöstlichen Teil Polynesiens – weiter östlich liegen nur die als britisches Überseegebiet organisierten Pitcairninseln und die zu Chile gehörige Osterinsel. Im Westen schliessen sich die mit Neuseeland assoziierten Cookinseln an, im Nordwesten die zu Kiribati gehörigen Line Islands. Das Gebiet besteht aus insgesamt 118 Inseln und Atollen, die zu fünf Archipelen gehören."

14. Januar - 31. Januar 2026

 

Vorbereitung

Bei den Vorbereitungen für meine 11. Australien-Reise schaue ich mich um, was es sonst noch "in der Nähe" zu bereisen gäbe. Dabei stosse ich bei DIAMIR.DE auf eine nicht alltägliche Schiffsreise in Französisch- Polynesien. Die Aranui 5 ist eine neue, speziell konstruierte Mischung aus einem Kreuzfahrt- und einem Frachtschiff. Es startet auf der Insel Tahiti und fährt von dort, u.a. zu den Marquesas Inseln. Auf der Rückfahrt wird auch Bora Bora, für viele der wahre Ferientraum schlechthin - die absolute Trauminsel - angefahren. Bei DIAMIR habe ich bereits meine Indonesien-Reise sowie die Reise nach Aserbaidschan & Nachitschewan gebucht. Ich schreibe Diamir an und kurze Zeit später ruft mich Steffen an, der für diese Reise verantwortliche Reisefachmann.

Diamir Reisen DIAMIR Erlebnisreisen GmbH, Berthold-Haupt-Strasse 2, D-01257 Dresden, +49 351 3120-77, info@diamir.de, www.diamir.de

Auf der Route - mit der ich unterwegs sein werde - der Aranaui 5, werden einige Insel von Französisch-Polynesien angefahren.

 

Verwirklichung

Der erste Teil meiner Ozeanien-Reise ist unter Australien 2025 Ozeanien.

Mittwoch, 14. Januar 2026, Melbourne - Auckland

Mit einer Boeing 737-800 von Qantas Airways, der nationalen Fluggesellschaft Australiens, fliege ich um 13:55 Uhr von Melbourne nach Auckland, wo ich, inklusive zwei Stunden Zeitverlust, um 19:30 Uhr lande.

Nach einer gefühlten Ewigkeit des Wartens, fahre ich mit dem Shuttle-Bus zum Ibis Budget Hotel beim Auckland Airport.

 

Donnerstag, 15. Januar 2026 - Datumsgrenze - Mittwoch, 14. Januar 2026

Bis zu meinem Abflug habe ich Zeit, sehr viel Zeit. So gehe ich erst nach neun Uhr zum Frühstück ins Szimpla, für das ich einen Voucher erhalte.

Hier bin ich richtig, auch mit dem "r" in meinem Namen.

Nach dem Packen gehe ich zu Fuss zum Terminal.

Meine Langsamkeit wird nicht belohnt, das Check-in ist um 11 Uhr noch nicht offen; noch 5 Stunden bis zum Abflug.

Zwei Stunden später habe ich den Boarding pass.

Nun gönne ich mir ein Mittagessen, bevor ich mich auf den Weg zum Gate 4 mache.

Flug TN 102 von Air Tahiti Nui startet am 15. Januar 2026 um 16:05 Uhr in Auckland, und landet einen Tag früher, am 14. Januar 2026 um 22:00 Uhr in Papeete auf der Insel Tahiti.

"Air Tahiti Nui ist eine französisch-polynesische Fluggesellschaft mit Sitz in Papeete und Basis auf dem Flughafen Tahiti."

"Die Datumsgrenze verläuft zwischen den beiden Polen der Erde durch den Pazifischen Ozean in der Nähe des 180. Längengrads. Wer die Datumsgrenze passiert, kommt in eine andere Zeitzone mit einem anderen Kalenderdatum: Überquert man die Datumsgrenze mit Ostkurs, gelangt man in den vorangegangenen, bei umgekehrter Richtung in den nächsten Kalendertag. Die Bewohner beiderseits der Datumsgrenze haben nicht das gleiche Kalenderdatum. Dieses ist auf der westlichen um einen Kalendertag höher als auf der östlichen Seite.

Die internationale Datumsgrenze macht einen Bogen um Kiribati, um den Inselstaat administrativ zu vereinen. Vor 1995 teilte die Grenze das Land in zwei Kalendertage. Um den Handel und die Kommunikation zu erleichtern, verschob Kiribati die Linie 1994 weit nach Osten, sodass nun alle Inseln zum gleichen Datum gehören."

"Es gibt nur Wasser, Wasser, Wasser überall. Doch wir haben nichts zu trinken. Es gibt nur Wasser, Wasser, Wasser überall. Und das Schiff droht zu versinken (Santiano)."

Betrifft mich nicht, bin ja mit dem Flugzeug unterwegs.

Nach der Landung auf dem Aéroport international Tahiti Faa'a. Er liegt etwa 5 km südwestlich des Stadtzentrums von Papeete auf der Insel Tahiti.

Begrüssung zum Ersten.

Begrüssung zum Zweiten: ich erhalte einen Blumenkranz umgehängt.

Nach einer sehr langen und unverständlichen Warterei auf den gebuchten Transfer zum Hotel, beziehe ich mein Zimmer im Kon Tiki Hotel, wo ich 3 Nächte logieren werde.

 

Donnerstag, 15. Januar 2026, Papeete/Tahiti und Umgebung

"Tahiti ist die grösste Insel Französisch-Polynesiens. Die wie eine liegende Acht geformte Doppelinsel im Südpazifik gliedert sich in den grösseren westlichen Teil Tahiti Nui und Tahiti Iti, die kleinere östliche Halbinsel. Mit ihren schwarzen Sandstränden, Lagunen, Wasserfällen und zwei erloschenen Vulkanen ist sie ein beliebtes Urlaubsziel. Im 18. Jahrhundert von James Cook entdeckt, wurde Tahiti auch oft vom französischen Maler Paul Gauguin gemalt.

Papeete ist die Hauptstadt von Französisch-Polynesien und liegt auf der Insel Tahiti, die zu den Gesellschaftsinseln gehört (Îles du Vent)."

Das Frühstückslokal überrascht mit der speziellen Einrichtung, es gefällt mir mit der Dekoration und dem Espresso vom VW-Bulli.

Mit einem Stadtplan von der Rezeption mache ich mich auf Erkundigungstour, die mich zuerst zum Papeete Markt führt.

Die Markthalle ist zweistöckig.

Keine einzige Einheimische habe ich getroffen, die so angezogen ist; vielleicht auf Hawaii?

Ohne etwas gekauft zu haben, verlasse ich den Markt.

"Die Mairie de Papeete ist das Rathaus der Hauptstadt von Tahiti. Das 1990 eingeweihte Gebäude im neoklassizistischen Stil ist ein architektonisches Highlight, das den ehemaligen Palast der Königin Pomaré nachbildet. Es dient als Verwaltungssitz, kultureller Treffpunkt mit Gartenanlagen und ist ein beliebtes Ziel für Stadtbesichtigungen."

Habe da im Schaufenster etwas entdeckt, das ich mir später noch genauer anschauen werde.

Nochmals zurück zum Markt, um etwas gegen den Hunger zu kaufen. Ich entscheide mich für eine Portion gesunde Kost. Danach kehre ich ins Hotel zurück um zu schauen, wie es meinem Bett geht.

In der Zimmerpause plane ich die nächsten Sightseeings, für die ich jedoch Taxis benötige. In der Rezeption bestelle ich eine Fahrgelegenheit die mich zum Musée de Tahiti et des îles, bringen soll.

Bereits habe ich realisiert, dass es schwierig ist, Euro gegen die offizielle Währung in Tahiti und ganz Französisch-Polynesien, der CFP-Franc (Cour de Franc Pacifique), abgekürzt als XPF oder CFP, zu tauschen. Als ich die Taxifahrerin frage, bietet sie mir an, den Tausch vorzunehmen. Ich gehe den Deal ein.

"Das Musée de Tahiti et des Îles (tahitianisch: Te Fare Manaha) ist ein 1974 gegründetes Museum für polynesische Altertümer, Geschichte und Naturkunde mit Sitz in Punaauia auf Tahiti in Französisch-Polynesien."

Mein erster Kontakt mit Tikis - es sollte nicht der letzte sein.

"Tiki-Statuen sind zentrale, aus Stein oder Holz geschnitzte Figuren in der polynesischen Kultur, die Götter oder vergöttlichte Ahnen darstellen. Sie symbolisieren Schutz, Fruchtbarkeit und Kraft (Mana), oft mit markanten Merkmalen wie grossen Köpfen und ausdrucksstarken Gesichtern. Besonders bekannt sind die historischen Kultstätten der Marquesas-Inseln.

Tiki gelten als Schöpfer des ersten Menschen und sind ein zentrales kulturelles Symbol. Sie schützen Häuser und dienen als Ahnenverehrung. Typisch sind ein überdimensionaler Kopf (Sitz des Mana), grosse Augen, eine flache Nase und ein breites, oft ernstes Gesicht. Die Darstellung variiert je nach Insel, von korpulent auf Tahiti bis zu spezifischen Formen in Hawaii. Traditionell aus Vulkangestein, Holz oder Knochen hergestellt.

Tiki-Statuen in Polynesien sind heilige Holz- oder Steinschnitzereien, die Götter oder vergöttlichte Ahnen darstellen. Ihre Hauptaufgabe ist der Schutz, die Verkörperung von Macht (Mana), Wissen und Fruchtbarkeit sowie die Verbindung zur Geisterwelt. Sie dienen als Wächter von Kultstätten (Marae), Häusern und als kulturelle Identitätssymbole."

Ein Modell der Bounty.

"Die Bounty war ein britischer Dreimaster, auf dem es am 28. April 1789 bei Tonga zu einer der berühmtesten Meutereien der Seefahrtgeschichte kam. Als „Meuterei auf der Bounty“ ist die Geschichte seither immer wieder Gegenstand von Romanen, Sachbüchern, Filmen, Theaterstücken und Hörspielen geworden."

"In einer kleinen Barkasse wurden Kapitän Bligh und seine Getreuen von den Meuterern auf dem Pazifik ausgesetzt."

Da es keine wartenden Taxis vor dem Museum hat, frage ich die hilfsbereite Ticketverkäuferin, ob sie mir eines bestellt. Während dem Warten schaue ich mich draussen vor dem Museum um.

"Vor dem Museum kann man den geborgenen Anker von James Cook in Original betrachten. Gefunden wurde dieser vor Tautira, dem Ankerplatz bei Cook`s zweitem Besuch auf Tahiti. Im August 1783 ankerten die „Resolution“ und die „Adventure“ etwa 2 Nautische Meilern vor Tautira auf der Ostseite Tahitis. Auf Grund starker Strömungen, gerieten sie in Gefahr aufs Riff zu laufen und setzten die Segel. In der Hitze des Moments blieben vier Anker zurück. Am nächsten Tag versuchten sie diese wieder zu finden. Allerdings fanden sie nur einen wieder. 200 Jahre später, 1978, wurde dann einer von einem britisch–neuseeländischen Team geborgen. Aus einer Tiefe von 40 Metern, halb versteckt in den Korallen. Also ein Stück Seefahrtgeschichte direkt vor dem Museum."

Taxifahrer Steeve kommt mit einem blauen Duster SUV. Wir fahren zu meinem nächsten Ziel, dem Grab von König Pomaré V., dem letzten König Tahitis, welches direkt am Meer liegt.

Die Fahrt führt wieder nach Papeete zurück, an meinem Hotel vorbei, in die kleine Gemeinde Arue.

"Das Grab ist ein markantes, aus Korallensteinen errichtetes pyramidenförmiges Monument mit einer Urne (Amphore) an der Spitze, der durch seine strenge, schlichte Bauweise aus Zement und Korallenblöcken besticht. Es ist für seine ungewöhnliche Form bekannt, die an einen Leuchtturm erinnert. Der glücklose König Pomaré V. (1839–1891) regierte nur knapp drei Jahre, vom 24. Juli 1877 bis zum 29. Juni 1880. Mit seiner Abdankung im Jahr 1880 ging die Souveränität Tahitis offiziell an Frankreich über, und der Inselstaat wurde Teil von Französisch-Polynesien.

Ursprünglich wurde das Grab 1879 für die Mutter Pomares V. gebaut, die als beliebte Regentin mehr als 50 Jahre über Tahiti herrschte. Der Königin Pomaré IV. waren jedoch nur 12 Jahre in ihrem Grab vergönnt, ehe ihr Sohn sie umbetten lies und das Grab für sich selbst beanspruchte."

Zurück in Papeete steige ich beim Kon Tiki Hotel aus. Später gehe ich zum Abendessen zu zwei Piraten.

Nach meinem leckeren Thai Red Curry Mussels-Erlebnis am Portarlington Mussel Festival in Australien, bestelle ich trotzdem die klassische Variante.

Zurück im Hotel fahre ich mit dem Lift ganz nach oben, wo mich die Rooftop-Bar Reeftop für einen Schlummerbecher erwartet.

 

Freitag, 16. Januar 2026, Papeete/Tahiti

Bereits zu Hause haben mich die polynesischen Tiki-Statuen fasziniert und die Möglichkeit eines Kaufes hat sich in meinen Gedanken festgesetzt. So verlasse ich heute das Hotel mit offen Augen. Ich entdecke ein Exquisite Tahitian Art Geschäft, welches ich natürlich sofort betrete. Ein rund mannshoher Tiki sticht in meine Augen. Als ich nach dem Preis Frage - exklusiv Versand in die Schweiz - muss ich dreimal schlucken, jenseits meinem Budget. Später schaue ich mich im Markt konkret nach Tikis um. Hier gibt's vor allem kleinere Souvenir-Tikis zu kaufen, was nicht meiner Vorstellung entspricht. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Ich laufe zum Vaima Shopping Center.

Im ersten Stock sticht mir ein Geschäft in die Augen: Ganesha - Art du Pacifique. Hier wird nicht, wie der Name vermuten lässt, indische sondern pazifische Kunst verkauft. Ich trete ein und lerne Christine kennen, die Geschäftsinhaberin. Die sympathische Französin ist vor Jahren aus dem Elsass ausgewandert. Sie kaufte das Geschäft, konzentrierte sich auf pazifische und polynesische Kunst, änderte aber den Namen nicht, weil dieser bekannt war.

Ich schaue mich im Laden um und entdecke zwei Tikis, die mir sehr gefallen. Da morgen meine Kreuzfahrt beginnt, frage ich Christine, ob sie mir bis zu meiner Rückkehr die beiden Statuen inklusive dem Versand in die Schweiz offerieren könne. Die kleinere Tiki steht bereits auf der Waage um der Versandfirma das Gewicht für die Offerte mitteilen zu können. Der Anhänger aus Flowerstone sei nicht Teil der Statue, vernehme ich - aber als Geschenk, denke ich?

Nach diesem positiven Besuch will ich mir die Kathedrale anschauen.

"Die Cathédrale Notre-Dame de Papeete ist die älteste römisch-katholische Kirche auf Tahiti, erbaut zwischen 1856 und 1875. Sie liegt im Stadtzentrum von Papeete und ist ein markantes Beispiel kolonialer Architektur mit einer gelben Fassade und einem roten Dach. Sie gilt als ein wichtiges historisches Wahrzeichen der Stadt."

Die Kathedrale ist wegen zu geschlossen, so muss eine Umrundung genügen.

Einer der vielen Bettler um die Kathedrale herum freut sich über meinen Obolus.

"Der Obolus ist eine antike griechische Silbermünze mit geringem Wert, die in der Mythologie als Fährmannslohn für Charon diente. Im antiken Griechenland wurde den Toten ein Obolus unter die Zunge gelegt, um Charon für die Überfahrt über den Acheron in das Totenreich zu bezahlen. Heute bezeichnet der Begriff umgangssprachlich einen kleinen Geldbetrag, eine Spende oder ein Trinkgeld."

Da war doch was am ersten Tag ...

"Polynesische Mythologie: In einer der polynesischen Schöpfungsgeschichten überbringt Tane, der Schöpfer der Welt und Gott der Harmonie und der Schönheit, das Licht in Perlen in die Welt. Die Perlen inspirieren ihn mit ihrer Form und ihrem Glanz zur Erschaffung der Sterne. Nachdem er mit den Sternen den Himmel erleuchtet hat, übergibt Tane die Perlen an Rua Hatu, den Gott des Ozeans, damit er mit ihnen sein Reich beleuchten kann. Der eng mit Tane verbundene Gott des Krieges und des Friedens, Oro, wirbt mit Perlen um eine von ihm begehrte irdische Frau: Er überreicht ihr die beiden Perlen poe rava (pfauengrün) und poe konini, die Perle mit kreisförmigen Rillen, die an die Herkunft der Perle vom Stern Saturn erinnern. Nachdem sein Werben erfolgreich war und er mit seiner Geliebten Nachkommen gezeugt hat, übergibt er die Perlmuschel Te Ufi zur Erinnerung an seine Anwesenheit auf der Erde den Menschen, seitdem lebt sie in den polynesischen Lagunen. Okana und Uaro, die Geister der Korallen und des Sandes, schmücken Te Ufi anschließend mit einem Kleid in allen Farben der Fische des Ozeans. So entstehen die irisierenden Perlmuttschichten."

Im ersten Stock von Tahiti Pearl Market lasse ich mir das Herrenarmband zeigen, welches ich im Schaufenster gesehen habe. Es ist zu klein. Kein Problem, meint der Verkäufer, sie können es für mich in meiner Grösse anfertigen. Es kommt zum Deal und der Künstler beginnt bereits mit seiner Arbeit.

"Die Tahitiperle ist eine Perle, die aus Beständen der Schwarzlippigen Perlenauster (Pinctada margaritifera cumingii) in Französisch-Polynesien gewonnen wird. Ihre natürliche Farbe schwankt zwischen Anthrazit und Schwarz, ihre natürliche Grösse zwischen der einer Erbse und der einer Mandel. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Muschel, aus der die Perle gewonnen wird, sind die Austral-, Gesellschafts- und Marquesas-Inseln und der Tuamotu-Archipel. Sie wird heute in polynesischen Lagunen gezüchtet."

In vier Stunden könne ich das Armband abholen ... da ich nicht auf die Uhr schaue, stehe ich später vor dem zwischenzeitlich geschlossenen Geschäft; dann hole ich das Armband halt nach der Rückkehr von der Kreuzfahrt.

Nun setze ich meinen Bummel fort.

Nein, noch gibt es keinen Apéro für Ueli.

Auf dem Place Vai'ete ist noch nicht viel los, die Foodtrucks werden erst aufgebaut.

"Der Place Vai'ete befindet sich an der Strandpromenade von Papeete. Am Abend nimmt der Place Vai’ete eine spezielle Atmosphäre an, da er ein Dutzend Roulottes (fahrende Restaurants) beherbergt. Hier wird eine grosse Auswahl an Spezialitäten angeboten: chinesische Gerichte, Crêperien, Pizzen, Fischspezialitäten oder Fleischgerichte. Es gibt etwas für jeden Geschmack und zu vernünftigen Preisen."

Hier an der Strandpromenade sehe ich zum ersten Mal die Aranui 5; ab morgen mein Zuhause.

Nun ist es aber Zeit, um etwas zu trinken und essen.

Nach dem Studium der Speisekarte steht für mich klar, was ich essen will, obschon ich nicht im Elsass bin: Couchroute.

"Couchroute garnie (französisch für garniertes Sauerkraut) ist ein elsässisches Gericht, bestehend aus Sauerkraut mit Würsten und anderen gesalzenen Fleischarten sowie häufig auch Kartoffeln. Es ähnelt vor allem der Berner Platte und dem österreichischen Bauernschmaus, aber auch anderen Sauerkrautgerichten wie der Schlachtplatte."

 

Samstag, 17. Januar 2026, Boarding auf der Aranui 5

Das Boarding beginnt um 7 Uhr und dauert bis 9 Uhr; um 12 Uhr fährt die Aranui 5 aus dem Hafen von Papeete. Mein Hotel liegt in Fussdistanz zum Pier, den ich gestern schon rekognosziert habe, so dass ich trotz leichtem Regen zu Fuss gehe. Gegen halb acht Uhr gebe ich meinen Koffer ab.

Bei der nächsten Station muss das Gesundheitsformular ausgefüllt werden.

Hier erhalte ich meinen "Zimmerschlüssel" und werde gefragt, in welcher Schicht ich am Abend essen möchte; ich entscheide mich für die Erste.

Nun kann ich an Bord gehen ...

... hier geht's rein.

Meine Kabine 5636 auf Deck 5 mit eingeschränkter Sicht, aber das wusste ich schon bei der Buchung. Die Kabine ist nicht gross, aber für mich alleine genügend.

Die Paul Gauguin liegt nicht weit von uns am Pier; den französischen Maler und Grafiker werde ich später noch treffen ...

Mein Hotel liegt wirklich nicht weit.

Der Koffer ist noch nicht bei der Kabine, so mache ich mich auf, das Schiff zu erkunden. Wie es scheint, ist einiges an Fracht an Bord.

09.45 Uhr Willkommensdrink und um 10:00 Uhr Tahitianischer Tanz mit der Gruppe Tevai I Tai sind meine nächsten Fixpunkte.

"Teva i Tai ist eine renommierte Tanzgruppe von der Halbinsel Tahiti Iti, die beim Heiva i Tahiti 2025 in der Kategorie Hura Tau als Sieger hervorging. Die Gruppe, bekannt für ihre Auftritte in Papeete, wurde 2025 geehrt, die Festlichkeiten von Matari'i i ni'a zu eröffnen."

Ich denke, nun bin ich bereit für den Zauber der Südsee ...

... oder doch noch nicht?

Um 11:30 Uhr ist die Sicherheitsübung angesagt, obligatorisch für alle Passagiere und Besatzungsmitglieder. Also zurück in die Kabine und meine Schwimmweste hervorholen, überziehen und danach zu meiner mir zugeteilten Muster Station gehen.

"Die Muster Station (auch Sammelstation) auf einem Schiff ist der festgelegte Sammelpunkt für Passagiere und Besatzungsmitglieder im Notfall. Hier finden Sicherheitsübungen (Muster Drills) vor Abfahrt statt und im Ernstfall erfolgt dort die Evakuierung zu den Rettungsbooten. Sie befindet sich meist in der Nähe der Rettungsboote."

Um 12:30 Uhr erstes Essen an Bord, für Alle, also keine Schichtaufteilung.

Irgendeinmal ertönt das Schiffshorn, Zeichen das die Aranui 5 beginnt, aus dem Hafen auszufahren.

Die Aranui 5 nimmt Kurs auf die Insel Fakarava.

Bei über 30 deutschsprechenden Passagieren, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, haben wir einen deutschsprachigen Guide an Bord. Seinen ersten Auftritt hat Jörg, ein deutscher Freelancer, der seit Jahren auf Tahiti lebt und mit einer Einheimischen verheiratet ist, um 14 Uhr: Meeting über das Leben an Bord und Informationen über den ersten Stopp auf Fakarava im Konferenzraum auf Deck 5.

Die anderen Nachmittagsaktivitäten gehen an mir vorbei. Um 19 Uhr mache ich wieder mit:

 

Sonntag, 18. Januar 2026, Rotoava/Insel Fakarava/Tuamotu-Archipel

"Der Tuamotu-Archipel ist eine zu Französisch-Polynesien gehörende Inselgruppe im Südpazifik, östlich der Gesellschaftsinseln. Diese weltgrösste Gruppe von Korallenatollen umfasst 78 Atolle unterschiedlicher Grösse mit unzähligen Einzelinseln (Motu) sowie drei hohe Koralleninseln. 45 Atolle sind von insgesamt etwa 17'000 Menschen bewohnt, die meist polynesischen Ursprungs sind."

"Fakarava, rund 490 Km nordöstlich von Tahiti, ist ein riesiges Atoll, das wegen seines reichen Ökosystems, mit einer Fülle seltener Pflanzen und Tiere, Teil eines UNESCO-Biospärenreservats ist."

Kurz nach sechs Uhr verlasse ich die Kabine. Wir steuern auf das Atoll Fakarava zu.

"Ein Atoll ist ein ring- oder hufeisenförmiges Korallenriff im tropischen Meer, das eine zentrale Lagune umschliesst. Es entsteht durch das Absinken erloschener Vulkaninseln, wobei das Korallenriff weiter wächst, während der Kern versinkt. Typisch sind sehr flache Inseln (Motu) auf dem Riffwall."

SA: Sonnenaufgang / SU: Sonnenuntergang / ETA: Estimated Time of Arrival / ETD: Estimated time of departure

Wir fahren durch die Passe de Garuae in die Lagune rein und ankern vor dem Hauptort Rotoava.

Mit einer Barge werden wir an Land gebracht. Gemäss Tagesprogramm fährt die letzte Barge um 12:15 Uhr zum Schiff zurück.

Begrüssung mit einer Blume.

Ich habe keinen Ausflug gebucht, dafür ein Mietveto bestellt, mit dem ich nun auf eigene Faust einen Teil des schmalen Korallenriffs erkunde.

Der inaktive Leuchtturm von Rotoava ist 1957 Pyramidenförmig erbaut worden.

Die dem Meer zugewandte Seite des Korallenriffs ist rauer als in der Lagune, und der Strand ist mit vielen Korallenstücken belegt.

Die asphaltierte Strasse geht in eine Naturstrasse über; ich kehre um und fahre nach Rotoava zurück.

Das Wasser in der Lagune ist klar.

Es ist Sonntag, die Leute treffen bei der Kirche ein.

Nicht schlecht, eine Live Band in der Kirche.

Ich fahre noch ein bisschen südwärts.

Die zweite Kirche die ich sehe, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, verfügt über ein auf den Seiten offenes Gotteshaus.

Nach zwei Stunden kehre ich auf das Hafengelände zurück und gebe das Fahrrad ab.

Mit der ersten Barge kehre ich zur Aranui 5 zurück.

Um halb ein Uhr lichtet die Aranui 5 die Anker und nimmt Kurs auf die Marquesas. Von den angebotenen Nachmittagsaktivitäten nehme ich nur beim Meeting der Deutschsprechenden teil: Reiseroute sowie optionale Aktivitäten in den Marquesas und Nuku Hiva.

 

Montag, 19. Januar 2026, Seetag zum Tuamotu-Archipel

"Ein Seetag auf einer Kreuzfahrt ist ein kompletter Tag auf hoher See ohne Hafenstopp, ideal zum Entspannen, Geniessen und Erkunden des Schiffes."

"Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung", so der Titel eines deutschen Spielfilms aus dem Jahr 1968, deshalb stehe ich um diese Zeit bereits auf dem obersten Deck.

"Ka'oha ist der herzliche Begrüssungsgruss auf den Marquesas-Inseln. Er stammt aus der marquesanischen Sprache und bedeutet so viel wie „Hallo“ oder „Ich liebe dich“."

Dies und noch viel mehr vernehme ich beim Vortrag über die Geschichte der Marquesas Inseln.

Später sehe ich der Zubereitung von Kaaku (Brotfruchtbrei) und Poisson cru (Rohfisch-Salat) zu.

"Die Brotfrucht (Uru) ist ein stärkehaltiges Grundnahrungsmittel in Polynesien, das oft als Mus, frittiert, gebacken oder gekocht wie Kartoffeln serviert wird. Die vielseitige Frucht wird oft im traditionellen Erdofen (Hima'a) zubereitet, schmeckt leicht nussig und ist auf Tahiti weit verbreitet."

Ist nicht so mein Ding.

"Poisson Cru ist das Nationalgericht Französisch-Polynesiens, ein frischer Salat aus rohem Thunfisch (Sushi-Qualität), der kurz in Limettensaft mariniert und mit Kokosmilch, Gurken, Karotten und Zwiebeln verfeinert wird. Der Fisch wird zart gegart, bleibt roh, und das Gericht ist cremig-erfrischend."

Der Salat schmeckt mir, nachdem ich die wenigen Zwiebelstücke entfernt habe; werde ich zu Hause auch mal machen.

Als ich vor dem Mittag in meine Kabine zurückkehre, finde ich die linke Notiz vor. Da backward nicht vor entspricht, gehe ich zur Rezeption um Klarheit zu erhalten. Das falsche Schild wurde verwendet.

Beim gestrigen Vorstellen des Kapitäns und seiner Mannschaft hat der Kapitän darauf hingewiesen, dass die Brücke jederzeit zugänglich sei, ausser bei Meetings. Also gehe ich wieder ganz nach oben um zu sehen, wer in der Brücke was macht, jedoch ...

... ausser dem Autopiloten ist niemand am arbeiten oder zu sehen.

"Ein Autopilot auf einem Schiff ist ein elektronisches System, das automatisch einen festgelegten Kurs hält, indem es Sensoren (Kompass, GPS) zur Steuerung von Ruder oder Antrieb nutzt. Er entlastet die Crew, erhöht die Sicherheit bei langen Fahrten. Moderne Systeme steuern hydraulisch, elektrisch oder über Motorelektronik."

Now it's time for a sundowner

"Ein Mai Tai in Ehren kann Ueli nicht verwehren“.

"Mai Tai ist ein weltweit beliebter Rum-Cocktail und Longdrink. Seine klassischen Bestandteile sind Rum, Limettensaft, Orangenlikör und Mandelsirup. Der Name bezieht sich in veränderter Schreibweise auf das tahitianische Adjektiv maita'i 'gut'."

 

Dienstag, 20. Januar 2026, Nuku Hiva/Marquesas-Archipel

"Nuku Hiva ist Teil der nördlichen Gruppe des Marquesas-Archipel. Wie alle Inseln des Marquesas-Archipel ist Nuku Hiva vulkanisch und wurde durch die entstandenen Kämme von Vulkanen gebildet, die seit zwei Millionen Jahren erloschen sind. Sein höchster Gipfel ist der Mount Tekao mit 1223 MüM. Mit einer Fläche von 387 Km2 ist es die zweitgrösste Insel nach Tahiti, einschliesslich der unbewohnten Inseln Eiao, Hatutaa, Motu One und Motu iti."

"Das Dorf Taiohae liegt idyllisch am Strand einer spektakulären Bucht, die umgeben ist von aufragenden Klippen, von denen Wasserfälle herabstürzen. Sie erhalten eine Führung durch die Kirche Notre Dame, die für ihre Steinarbeiten und Holzskulpturen bekannt ist.
In Hetiheu besuchen Sie die archäologische Stätte Tohua Kamuiuhei und riesige Steinplattformen, auf welchen die Häuser gebaut sind.
Zum Mittagessen wird Ihnen ein traditionelles Mahl serviert, das in einem unterirdischen Ofen, dem Umu, gegart wird."

Hier in Taiohae, dem Hauptort der Gemeinde Nuku Hiva, konnte die Aranui 5 direkt am Pier anlegen. So können wir erstmals dem emsigen Treiben der Mannschaft zuschauen, die für das Ent- und Beladen zuständig ist.

Ab acht Uhr können wir von Bord gehen und sind ...

... mitten drin im Geschehen.

"Die Tattoo-Tradition in Französisch-Polynesien, bekannt als Tatau, ist eine uralte Kunstform, die Identität, sozialen Status und Ahnenverbindung durch komplexe, meist schwarze Symbole ausdrückt. Ursprünglich als heilige Handlung (oft von Söhnen des Gottes Ta'aroa initiiert) angesehen, wurde sie nach dem Verbot durch Missionare im 19. Jahrhundert ab den 1980er Jahren wiederbelebt und gilt heute als zentrales kulturelles Erbe."

Treffpunkt ist der Parkplatz gegenüber dem Kunstmarkt in Taiohae. Ein schöner und abwechslungsreicher Spaziergang liegt vor uns.

Kurzer Abstecher zu diesem Riesen-Tiki, der auf einem Hügel steht.

Beim Parkplatz angekommen, verteilen wir uns auf die wartenden Geländefahrzeuge. Als erstes fahren wir zur Kathedrale von Taiohae.

"Die römisch-katholische Kathedrale ist ein kleines Schmuckstück polynesischer Schnitzkunst. An der Stelle der jetzigen Kathedrale stand bereits im 19. Jahrhundert ein Gotteshaus, dessen Überreste sowie zwei Glockentürme heute im grossen Eingangstor verbaut sind. Die Kathedrale wurde ab 1973 gebaut und 1977 vollendet. Für den Bau wurden unterschiedliche Steinarten von den sechs bewohnten Inseln des Archipels verwendet, sodass ein buntes Äusseres entsteht. Das Innere der Kirche ist mit unterschiedlichsten Kunstgegenständen aus Holz und Stein geschmückt, jedes Stück von einer anderen Marquesas-Insel gestiftet."

Wir erhalten eine Privatführung von Pater Oliver aus dem Wallis (Schweiz).

"Der Brotfruchtbaum ist ein tropischer immergrüner Baum, der zur Familie der Maulbeergewächse gehört. Der ursprünglich im tropischen Südostasien beheimatete Baum wird heute in Asien, Afrika, auf Hawaii, in Mittelamerika, Brasilien und in der Karibik als Nutzpflanze angebaut."

Bei der deutschprechenden Reisegruppe sind die Fahrerinnen in der Überzahl; meine Fahrerin heisst Gabriella und meine Mitfahrer sind Giselle und Guido, beide aus Deutschland.

Es gibt keine Strasse der Küste entlang, so fahren wir zuerst in die Berge, um zum Dorf Taipivai zu gelangen, wo wir ein Handwerkszentrum besichtigen.

Fotohalt während des Aufwärtsfahrens.

Blick zurück, woher wir gekommen sind. Die Aranui 5 ist auch zu sehen.

Guide Jörg "füttert" uns immer wieder mit seinem grossen Wissen.

Zum Dorf Taipivai geht's wieder abwärts.

Die Fahrt zur archäologischen Stätte Tohua Kamuihei bei Hatiheu ist sehr schön: zuerst fahren wir in ein Tal hinein und danach wieder in die Berge.

Wir werden erwartet: Unter einem der riesigen Banyanbäume, die früher als Grabstätten verwendet wurden, steht eine Gruppe bereit.

"Banyanbäume sind in Französisch-Polynesien heimische, mächtige Baumriesen, die oft an antiken Kultstätten (Marae) wachsen und als heilig gelten. Sie prägen mit ihren Luftwurzeln die Landschaft, wie bei dem 600 Jahre alten Exemplar in der Kamuihei-Stätte auf Nuku Hiva. Diese Bäume bieten Schatten und sind ein zentrales Element der tropischen Vegetation."

Ein Tohua, ein traditioneller, befestigter Versammlungsplatz der Marquesas-Kultur, der als Zentrum für Zeremonien, Tänze, Feierlichkeiten und Gemeinschaftsleben diente. Diese Orte bestehen aus grossen, gepflasterten Plattformen, oft umgeben von Steinbauten.

"Tohua Kamuihei ist ein eindrücklicher Ort, allein schon wegen der Atmosphäre, die diese Ansammlung grosser, mit Moos bewachsener Basaltblöcke ausstrahlt. Die Anwesenheit riesiger Banyanbäume verstärkt diesen Eindruck. Auf der anderen Seite des Weges erstreckt sich ein weiteres restauriertes Tohua, das Tahakia-Tohua. Diese Stätte war die des Clans des Kriegers Keikahanui.

"Ein Pae Pae ist eine traditionelle, aus Stein errichtete Plattform, die als Fundament für Häuser oder als Versammlungsort (Tohua) diente."

"Die Ureinwohner auf Nuku Hiva lagerten Nahrungsmittel, insbesondere die traditionelle Brotfruchtpaste, in speziellen, im Boden vergrabenen Steingruben. Diese Gruben dienten der Fermentation und langfristigen Aufbewahrung, oft als Vorrat für Dürrezeiten."

Jörg hat bei seinen Erklärungen die Zeit vergessen; längst ist die englisch sprechende Gruppe beim Mittagessen, als wir eintreffen. Im Restaurant Chez Yvone Katupa in Hatiheu gibts auch für uns zuspätkommende noch genügend zu essen; lokale Speisen im Umu gegart.

"Der Umu ist ein traditioneller polynesischer Erdofen, bei dem Speisen wie Fleisch, Fisch, Taro und Brotfrucht in einer Grube über stundenlang erhitzten Steinen gegart werden. Die Lebensmittel werden in Blätter (oft Bananenblätter) gewickelt und durch Dampf und Erdwärme zart und rauchig gegart. Es ist eine gesellige, oft stundenlange Zubereitung."

Die nachstehenden Fotos sind Symbolbilder aus dem Internet.

Nach der Mittagspause fahren wir auf der gleichen Strecke zurück nach Taiohae. Die Insassen jedes Fahrzeuges können mit der Fahrerin abmachen, ob sie im Dorf aussteigen möchten oder direkt bis zum Pier chauffiert werden wollen.

Später an Bord treffen wir uns im Meetingroom zur Info über Ua Pou, der nächsten Insel die wir anfahren werden.

Danach "werfen wir uns in Schale", den ein polynesischer Abend am Pool Deck steht an. Im Hinblick auf diesen Themenabend habe ich mir gestern an der Rezeption einen Blumenkranz bestellt (2'500 XPF, rund 20 CHF); auf Empfehlung, die Variante für Frauen, weil diese blumiger sei.

Ein leckeres Buffet wird aufgebaut.

Beim Essen sitze ich mit Erika und Ursula, zwei Österreicherinnen, am Tisch.

 

Mittwoch, 21. Januar 2026, Ua Pou/Marquesas-Archipel

Ua Pou, die drittgrösste Insel der Marquesas, liegt nur einen Katzensprung von Nuku Hiva entfernt, weshalb unser Schiff erst in der Nacht um 4:30 Uhr die Motoren startet und bereits um 7 Uhr am Pier von Hakahau, dem Hauptort der Insel, anlegt.

Gemäss dem seit gestern in der Kabine liegendem Tagesprogramm ist der Sonnenaufgang um 5:44 Uhr. Um 5:42 Uhr mache ich das erste Foto.

Während gestern die Passagiere nach englisch- und deutschsprechend getrennt wurden, lautet heute die Aufteilung Wanderer und Nichtwanderer. Die Wanderer gehen eine halbe Stunde vor uns von Bord.

Wie schon gestern, stehen auch heute wieder funkelnagelneu aussehende Geländefahrzeuge bereit. Später erfahre ich, dass diese Fahrzeuge von der Regierung für die Marquesaner sehr stark subventioniert werden. So stark, dass diese die Fahrzeuge nach rund zwei Jahren in Tahiti für den bezahlten Preis als Gebrauchtwagen verkaufen können. Mit dem Verkaufserlös kaufen sie sich dann wieder ein neues, subventioniertes Auto. Es reicht also, nur einmal das Geld für ein Auto aufwenden zu müssen.

Unser Chauffeur hält weisse Blüten vor das Gebläse des Autos; ein angenehmer Duft verbreitet sich so im Auto.

"Die wohl bekannteste weisse Blüte auf den Marquesas und in ganz Französisch-Polynesien ist die Tiare Tahiti, ein Symbol der Region. Sie wird oft für Blumenkränze verwendet, duftet intensiv und wird hinter das Ohr gesteckt."

Heute bin ich mit Carole und Richard im Auto, zwei rüstige US-Senioren (>80 Jahre alt).

Unterwegs hält der Konvoi ein paar mal an und wir erhalten Erklärungen zu dem was wir sehen oder riechen bis ...

... der Time Keeper den Ton für die Weiterfahrt anschlägt.

Hier zweigen wir von der guten Strasse ab; die Rüttelei daure nicht lange, meint unser Fahrer.

Kurz darauf halten wir bei der historischen Stätte des Tohua Mauia. Diese Stätte war einst ein Versammlungsort, an dem religiöse und festliche Zeremonien abgehalten wurden.

Da dieser Ort auch heute noch für verschiedene Festlichkeiten benutzt wird - unter anderem auch für Hochzeiten - wollen die Einheimischen bewusst nicht als UNESCO Kulturstätte klassiert werden.

Zu diesem Steinblock wurden früher die Menschenopfer geführt und mit einer Keule, wie auf dem nächsten Foto, getötet.

Eine Zwischenverpflegung wird für uns vorbereitet.

"Der Tapatapa des Marquises Nord ist ein kultureller Wettbewerb, bei dem Kinder aus Schulen von Nuku Hiva, Ua Huka und Ua Pou traditionelle marquesanische Geschichten oder Legenden rezitieren. Er dient der Förderung der Sprache und des kulturellen Erbes, oft in Verbindung mit dem Orero (Redekunst). Das Finale findet regelmässig in der Region statt."

Nun fahren wieder wieder runter, vorbei an einem schönen Garten, wo Blumen gezüchtet werden.

In der Hohoi-Bucht angekommen, tut sich seltsames ...

... alle, auch die Fahrer, suchen nach Flowerstone.

"Flowerstone sind seltene, blumenartige, vulkanische Trachyt-Steine, die fast ausschliesslich in der Hohoi-Bucht auf der Insel Ua Pou vorkommen, sowie in den umliegenden Bergen. Sie zeichnen sich durch braun-gelbliche, blumenförmige Einschlüsse aus.
Durch geologische Prozesse vor Millionen von Jahren entstanden, meist durch das Eindringen von Strontiumsulfat (Celestit) und Calciumcarbonat (Calcit) in Sedimentgestein."

Meine Ausbeute ist bescheiden, finde ich doch nur kleine Bruchstücke; grössere Steine können in den Bergen gefunden werden, erklärt mir einer der Fahrer.

Nun fahren wir ins Dorf Hakahau zurück, zum Kulturzentrum, wo sich auch die Wanderer eingefunden haben. Wir schauen einer Vorführung des für Ua Pou typischen Vogeltanzes zu.

"Der Vogeltanz auf Ua Pou ist ein traditioneller Tanz, der oft als Haka Manu bezeichnet wird und die Bewegungen von Vögeln nachahmt. Er ist ein Highlight der lokalen Kultur, häufig aufgeführt bei Besuchen von Schiffen wie der Aranui, oft zusammen mit kriegerischen Tänzen. Der Tanz wird traditionell von Frauen ausgeführt, während Männer oft den Schweinetanz (Haka Puaka) tanzen."

Bevor das Spektakel beginnt, erhalten wir ein Blatt voller frischer Früchte.

Um 12:15 Uhr gibts im nahen Restaurant Tata Rosalie Mittagessen.

"Chez Tata Rosalie ist ein bekanntes, rustikales Restaurant im Dorf Hakahau auf der Insel Ua Pou, das besonders für Kreuzfahrtpassagiere der Aranui-Schiffe ein fester Anlaufpunkt ist. Es ist bekannt für traditionelles marquesanisches Essen, wie den berühmten Poisson Cru (roher Fisch in Kokosmilch), Buffet-Optionen und Banana Po'e, ein traditionelles tahitianisches Dessert, ähnlich einem festen Pudding oder Bananenbrot. Hergestellt aus sehr reifen Bananen, Stärke und Zucker. Die Mischung wird gebacken, bis sie fest und leicht klebrig ist, und meist in Würfeln mit frischer Kokoscreme serviert."

Danach individueller Spaziergang zurück zum Schiff, wo ich dem Vortrag über die beiden Inseln Hiva Oa und Tahuata beiwohne.

Happy Hour in der Veranda Bar Bevor ich zum Abendessen gehe.

 

Donnerstag, 22. Januar 2026, Hiva Oa und Tahuata/Marquesas-Archipel

Gemäss erhaltenem Tagesprogramm hat die Aranui 5 bereits um 3 Uhr in der Nacht im Hafen von Atuoana auf der Insel Hiva Oa angelegt.

"Hiva Oa gehört geographisch zur Südgruppe der Marquesas. Sie ist nach Nuku Hiva die zweitgrösste Insel des Archipels. Die wie ein Seepferdchen geformte, 387 km² grosse Insel wird von Südwest nach Nordost von einer schroffen Gebirgskette durchzogen, die eine Wasserscheide bildet. Fliessgewässer haben tiefe Schluchten gegraben, die durch steile Felsgrate getrennt sind."

"Atuona ist der Hauptort der Insel Hiva Oa und liegt am Fusse des Berges Mont Temetiu (1190 Meter) liegt in der Bucht von Atuona."

Heute gibt's drei Gruppen für die Passagiere, die zu verschiedenen Zeiten von Bord gehen: um 7:45 Uhr die Wanderer und Taucher und um 8:00 Uhr/8:15 Uhr, je nach Kabinen-Decks, die Nichtwanderer, für die zwei Busse bereitstehen.

Am Pier steht ein Personenwagen für den Verlad bereit.

Die Fahrt beginnt musikalisch und singend.

Der Bus führt uns zum Calvary-Friedhof, der auf einem Hügel über dem Dorf liegt.

Hiva Oa verdankt ihren Ruhm zwei Künstler, Paul Gauguin und Jacques Brel, deren Wege sich nie kreuzten, aber für immer zusammen ruhen; das Dorf war längerer Aufenthaltsort der beiden, die ihre letzten Lebensjahre in Atuona verbrachten und hier begraben sind.

"Eugène Henri Paul Gauguin (* 7. Juni 1848 in Paris; † 8. Mai 1903 in Atuona auf Hiva Oa, Französisch-Polynesien) war ein einflussreicher französischer Maler und Grafiker (Holzschnitte, Lithografien, Radierungen und Monotypien). Darüber hinaus fertigte er Keramiken und Holzschnitzereien an. Er wurde vor allem durch seine Gemälde aus der Südsee bekannt. Gauguins postimpressionistisches Werk beeinflusste stark die Nabis und den Symbolismus; er war Mitbegründer des Synthetismus und wurde zu einem Wegbereiter des Expressionismus. Damit spielte er eine wichtige Rolle in der Entwicklung der europäischen Malerei."

"Jacques Romain Georges Brel (* 8. April 1929 in Schaerbeek/Schaarbeek, Belgien; † 9. Oktober 1978 in Bobigny, Frankreich) war ein belgischer Chansonnier und Schauspieler. Seine Lieder, meist in französischer Sprache, machten ihn zu einem der wichtigsten Repräsentanten des französischen Chansons. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere trat Brel 1967 von der Bühne ab. Er spielte in zehn Spielfilmen, von denen er zwei in eigener Regie realisierte. Nach dem Misserfolg seines zweiten Films zog er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück und frönte zwei privaten Leidenschaften, der Fliegerei und dem Segeln. Im Jahr 1976 liess er sich auf Hiva Oa, einer Insel der Marquesas in Polynesien, nieder, von der er 1977 noch einmal nach Paris zurückkehrte, um nach langer künstlerischer Pause seine letzte Platte aufzunehmen. Der an Lungenkrebs erkrankte Brel starb im Folgejahr. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Atuona."

Ich informiere Guide Jörg, dass ich zu Fuss ins Dorf runter gehe, wo ich die Museen der beiden Künstler besuchen will.

Via dem schönen Garten mit vielen Tiki-Statuen, gelange ich zum Ausgang, welche mich zum nächsten, bedeutend kleineren, Museum führt.

Nach den beiden Besuchen gehe ich zum Tohua, dem zeremoniellen Fest- und Versammlungsplatz, wo auch die Busse zurück zum Schiff abfahren werden.

Sieht und riecht gut, ist aber nicht für uns. Wir kehren mit Bussen zur Aranui 5 zurück, wo immer noch Fracht geladen wird.

Die Aranui 5 bietet zwei mal während der Reise einen Gratis-Wäscheservice an, jedoch keine Unterwäsche und Socken. Also packe ich meinen gefüllten Wäschesack - ein Souvenir von meiner ersten Reise 1996 durch Myanmar - und gehe zum Deck 2 runter, wo Waschmaschinen und Tumbler zum selber waschen bereitstehen. Waschpulver und einen Jetons für die Waschmaschine habe ich vorgängig im Schiffsshop gekauft.

Nach dem Mittagessen beginnt das Schiff das Wendemanöver in der Bucht, um danach den Hafen zu verlassen.

Heute werden wir noch bei einer zweiten Insel anlegen, Tahuata.

"Tahuata zählt geographisch zur Südgruppe der Marquesas-Inseln und politisch zu Französisch-Polynesien. Mit einer Landfläche von 61 km² und 671 Einwohnern (Stand: 2007) ist sie die kleinste bewohnte Insel der Marquesas. Sie liegt nur etwa vier Kilometer südlich der Südspitze von Hiva Oa."

In Vaitahu kann die Aranui 5 nicht am Pier anlegen, weshalb wir Passagiere mit einer Barge zur kleinen Anlegestelle fahren.

Um die Fracht ans Land zu bringen, ist für die Mannschaft mit einem grösseren Aufwand verbunden, muss diese doch zuerst auf ein Floss geladen und danach am Pier mit einem Bagger wieder ausgeladen werden.

Wie auf jeder Insel erhalten wir auch hier eine Blume als Willkommensgeste.

Im Kunsthandwerkmarkt kaufe ich kein Souvenir, dafür eine Kokosnuss.

An dieser Quelle, die nur ein paar Meter vom Meer entfernt sprudelt, hat der britische Seefahrer James Cook seine Wasservorräte aufgefüllt.

Kaum bin ich in der Kirche drin, öffnet der Himmel seine Schleusen; es schüttet arg, ist aber bald wieder vorbei.

Zurück beim Pier, beim Warten auf eine Barge, schaue ich dem Entladen zu.

 

Freitag, 23. Januar 2026, Fatu Hiva/Marquesas-Archipel

"Fatu Hiva ist die südlichste Insel der Marquesas, aber auch die isolierteste, was ihr eine Authentizität verleiht, wie sie nirgendwo sonst zu finden ist. Die Insel besteht nur aus zwei Dörfern, die sich in der Mulde zweier Calderas befinden, die von den beiden Vulkanen der Insel gebildet wurden: Hanavave mit seinen barocken Baaltsäulen und Omoa, der Hauptort, der im Südwesten von einem Felsgipfel mit dem Profil eines Moai der Osterinsel dominiert wird."

So ist es nicht verwunderlich, dass wir - in Anbetracht der Abgeschiedenheit - beide Ort anlaufen und Waren abladen und auch aufnehmen.

Die Aranui 5 legt zuerst in der Bucht vom südlicher gelegenen Ort Omoa an. Die Wanderer für die 16 kilometerlange Strecke nach Hanavave, gehen um sieben Uhr von Bord, sie erhalten eine Stunde Vorsprung auf die Nichtwanderer. Die Fracht wird wieder mit Flossen ans Ufer gebracht, die Passagiere mit Barges.

Wir haben gut eine Stunde freie Zeit, um uns im kleinen Ort umzuschauen oder auf dem Tohua-Platz Vorführungen oder der Herstellung von Kunsthandwerk beizuwohnen.

Kurz nach zehn Uhr verteilen wir uns auf die wartenden Geländefahrzeuge. Wir fahren zuerst ins Tal hinein und dann geht's bereits zügig in die Höhe.

שוויץ שולחת ברכות לישראל. shvitz shulchat berkot lisral. Die Schweiz grüsst Israel.
האם אוכל להצטרף אליך לרכיבה? ham ochel lehitztaref alich lirkiva? Darf ich mit euch mitfahren?

Oben auf dem Gipfel haben Crew-Mitglieder Infrastruktur aufgebaut und belegen Brote mit Allerlei.

Die Ärztin ist mit den Wanderer mitgelaufen. Ich entscheide, zu Fuss weiterzugehen, bis mich mein Geländfahrzeug einholt; ich informiere meine Fahrerin Reva und die Mitpassagiere.

Es gibt keinen Wanderweg, die Strecke führt auf der Strasse; nicht überwältigend, jedoch sind die Blicke in die Umgebung attraktiv.

Ich glaube, da hinten kommt der Catcher Car.

"Das Catcher Car ist eine bewegliche Ziellinie beim Wings for Life World Run, die 30 Minuten nach den Läufern startet und diese nach und nach überholt. Sobald das Auto einen Teilnehmer passiert, ist dessen Rennen beendet. Es dient dazu, alle Teilnehmer einzuholen und das Rennen zu beenden, wobei der Fokus auf Distanz statt Zeit liegt."

Reva holt mich ein, hält an und lässt mich einsteigen.

Die Namen von Revals Familie sind auf dem Fahrzeug angeschrieben

Während der Wanderung/Fahrt hat die Aranui 5 Omoa auch verlassen und liegt nun vor Hanavave vor Anker, wie dieser Blick zeigt.

Die Strasse verläuft an einem steil abfallenden Hang entlang.

Reva fährt konzentriert; in ein paar Kurven kann sie nicht in einem Schwung durchfahren.

Beim Kulturzentrum treffen die verschiedenen Gruppen nach und nach ein. Nach ein paar Vorführungen gehe ich zum Pier.

Beim Abendessen "Unter den Sternen" am Pool Deck, sind wir sechs verschiedene Nationen am Tisch: Rechts von mir (CH) sitzt Pascal (Marquesaner), er hält Vorträge an Bord in Französisch und Englisch, Guido (D), Ursula (A), Christine (F), Genevieve (F), Christian, (F) und Erika (A).

 

Samstag, 24. Januar 2026, Ua Huka/Marquesas-Archipel

"Ua Huka ist eine der kleinsten Inseln der Marquesas. Diese weiten Flächen sind die Domäne von Ziegen und etwas 1'500 Wildpferden, die man auf der einzigen Strasse der Insel in einiger Entfernung vom botanischen Reservat antreffen kann. Dieser aussergewöhnliche Garten ist ein wahres Paradies für tropische Pflanzen und vervollständigt das Arboretum, das mehr als dreihundert Baumarten aus aller Welt vereint, darunter die wichtigste Sammlung von Zitrusfrüchten.

Im Gegensatz zu den üppig bewachsenen, grösseren Inseln der Marquesas vermittelt Ua Huka eher einen kahlen und abweisenden Eindruck, die Vegetation ist nur spärlich. Die schroffen Gipfel sind nicht ganz so hoch wie die der übrigen Inseln des Archipels, im Westen etwa 600 m und im Osten bis zu 800 m. Die höchste Erhebung ist der Berg Hitikau mit 857 Metern. Die insgesamt geringere Höhe führt dazu, dass weniger Wolken abregnen. Ua Huka hat ein deutlich trockeneres Klima als die Nachbarinseln. Ein grosser Teil der Insel besteht aus ausgedehnten, ariden Hochebenen und tiefen, fruchtbaren Tälern, in denen auch die Siedlungen liegen."

Kurz nach sechs Uhr fährt die Aranui 5 in die Bucht von Hane ein und liegt bald vor Anker.

Die Sonne blendet, ich sehe nichts. Bin ich gut drauf?

Alle Ankommenden erhalten eine Kette als Willkommensgeschenk umgehängt.

Es sind doch nicht alle Autos neu.

Wir sollen uns je zu viert auf die bereitstehenden Geländefahrzeuge verteilen.

Das Fahrzeug von Fahrer Remo - auf dem Weg zur Fahrerin - schnappen wir uns.

Von links nach rechts: Remo, Guido (D), Erika (A), Ursula (A) & Ueli (CH).

Als erstes fahren wir zum Arboretum Papua Keikaha.

"Ein Arboretum (lateinisch arbor „Baum“) ist eine parkähnliche Anlage, die als „lebendes Museum“ eine vielfältige Sammlung von Bäumen und Sträuchern zu Studien- oder Erholungszwecken präsentiert. Diese spezialisierten Baumgärten beherbergen oft seltene oder exotische Arten."

"Das Arboretum Papua Keikaha auf der Insel Ua Huka (Marquesas, Französisch-Polynesien) ist ein bedeutender 17 Hektar großer botanischer Garten, der 1974 gegründet wurde, um der Entwaldung entgegenzuwirken. Es beherbergt über tausend Arten, darunter eine Sammlung von ca. 300 Zitrusfrüchten, Mangoarten, Sandelholz und seltene tropische Pflanzen."

Gewächshaus für die Königin der Gewürze: Vanille.

"Vanille gehört zu den teuersten Gewürzen der Welt. Kein Wunder: Die Voraussetzungen für den Anbau und vor allem die Ernte sind ausgesprochen kompliziert; echte Vanilleschoten müssen von Hand bestäubt werden."

"Französisch-Polynesien gilt als sehr LGBTQ+-freundliches Reiseziel mit einer offenen Kultur. Gleichgeschlechtliche Paare geniessen die gleichen Rechte und den gleichen Schutz wie in Frankreich. Die Ehe ist legal und standesamtliche Trauungen sind für alle möglich. Die polynesische Kultur ist traditionell sehr inklusiv. Historisch wurden mit Māhū Menschen als drittes Geschlecht akzeptiert."

Wildpferde in der Südsee?

"Tatsächlich gibt es Wildpferde-Herden auf den Marquesas Inseln, zum Beispiel auf Nuku Hiva, Tahuata und Ua Huka – allesamt Destinationen heutiger Marquesas Kreuzfahrten. Ua Huka trägt sogar den Spitznamen „Pferdeinsel“, da auf diesem kleinen Eiland mehr Wildpferde als Menschen leben. Aber wie kamen die Pferde in die Südsee? Heimisch sind die Huftiere auf den Marquesas Inseln natürlich nicht – sie wurden vielmehr von aussen auf den Inseln eingeführt. Mitte des 19. Jahrhunderts brachten französische Schiffe unter der Führung des Generals Abel Dupetit-Thouars die Tiere aus Chile mit, zusammen mit Vorräten und dem Ziel, die Marquesas-Inseln einzunehmen. Diese ersten Tiere überlebten jedoch nicht lange und obwohl chilenische Siedler später neue Pferde mitbrachten, waren diese grossen, unbekannten Wesen den einheimischen Polynesiern lange Zeit nicht geheuer und wurden nur von Europäern genutzt. Dies änderte sich jedoch zu Beginn des 20. Jahrhunderts als auch die Einheimischen begannen, die (inzwischen wild auf den Inseln lebenden) Tiere zu zähmen und zu reiten. Heutzutage herrscht ein sehr inniges Verhältnis zwischen den Marquesaner und den vergleichsweise kleinen Pferden der Inseln. Die Menschen arbeiten auf ihren Pferden, beten auf ihnen und gehen abends sogar in Form eines Rituals zusammen mit den Tieren in die Meeresbrandung. Das Pferd ist auf den Marquesas mit der Zeit von einem fremden Symbol der Kolonisierung zu einem Teil der polynesischen Kultur geworden, der nicht mehr wegzudenken ist und deren Werte repräsentiert: Stolz, Stärke und Freiheit."

Guido (D) und Ueli (CH).

Uli (D) und Ueli (CH).

"Der Flughafen Ua Huka (IATA-Code: UAH) liegt 2,2 km südwestlich der Ortschaft Hane. Die einzige Fluggesellschaft, welche den Flughafen im Linienbetrieb anfliegt ist Air Tahiti."

"Ua Huka verfügt über vier Museen, die sein historisches, natürliches und kulturelles Erbe hervorheben: Sie sind dem Meer, der Archäologie, den Petroglyphen und dem Holz gewidmet. Als symbolträchtiger Ort für den Tourismus ist das Arboterum in ganz Französisch-Polynesien berühmt. Die Insel Ua Uka im Herzen der Marquesas-Inseln ist aufgrund ihrer kulturellen Aktivitäten ein Vorzeigeort von Tahiti und seinen Inseln."

Die Aranui 5 liegt in der geschützten Bucht von Hane, mit einem schwarzen Kieselstrand und direktem Blick auf den Motu Hane (Felseninsel).

Später Begrüssung mit einer Blüte in Hane, der grössten Siedlung auf der Insel Ua Huka.

Wir besuchen den kleinen Kunstmarkt und das Meeres-Museum.

"Eingeschleppte Ratten stellten in Französisch-Polynesien eine erhebliche Bedrohung für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt dar, insbesondere für seltene Vogelarten wie die Tahiti Taube oder den Iphis-Fliegenschnäpper. Die Nager gefährdeten den Bestand seltener Vögel, indem sie deren Eier und Jungtiere fraßen. Umweltschützer führten erfolgreiche Kampagnen durch, um die Ratten von mehreren Inseln zu eliminieren, wie Birdlife berichtete. Auf mindestens fünf Inseln in Französisch-Polynesien (z.B. Ua Huka) wurden Ratten erfolgreich beseitigt, was zu einer Erholung der einheimischen Fauna und Flora führte."

In Hane fahren wir zum Restaurtant Celine Fournier.

"Das Restaurant von Celine Fournier ist bekannt für seine authentischen, opulenten Mittagsbuffets mit landestypischen Spezialitäten wie Fisch in Kokosmilch, oft besucht während Kreuzfahrten (z.B. Aranui) im Ort Hane. Es bietet eine herzliche Atmosphäre und ist ein zentraler Anlaufpunkt für Besucher."

Wir kehren in die Bucht zurück und mit einer Barge setzen wir zur Aranui 5 über.

Beinahe hätte ich es verpasst, schaffe es aber noch knapp zur Abschiedszeremonie auf Deckt 7 wo schon einige an der Reeling bereit stehen: Farewell von den Marquesas-Inseln.

"Die Farewell-Zeremonie der Aranui 5 von den Marquesas-Inseln ist ein emotionaler Höhepunkt der Reise, der den Abschied von diesem abgelegenen Archipel markiert. Nach dem letzten Stopp auf den Marquesas-Inseln verabschieden sich die polynesische Crew und die Passagiere von der einzigartigen Kultur und den Landschaften der Marquesas."

Mit schönen Gedanken werfe ich das Grünzeug über Bord ins Meer und einen letzten Blick zurück.

 

Sonntag, 25. Januar 2026, Seetag nach Rangiro/Tuamotu-Archipel

Den zweiten Seetag dieser Kreuzfahrt beginne ich beim Polynesischen Frühstücks Brunch im Restaurant auf Deck 4.

Bei der Information zu Rangiroa, unserem morgigen Ziel, bin ich natürlich auch dabei.

Um die Mittagszeit herum kehre ich zum Brunch zurück, da nun auch warme Speisen aufgetischt worden sind.

Eigentlich wollte ich in der Sky Bar beim Quiz für die Englischsprachigen nur mal kurz reinschauen; aber die Quizleiterin hat mich sofort einem Herren-Team aus den USA und den UK zugeteilt. Old Men wird als unser Teamname vorgeschlagen 13 Punkte war unsere Ausbeute von den 24 Fragen und zwei Bonus-Fragen; mit 50 % nicht überwältigend.

Ab 18 Uhr gemütliche Happy Hour in der Veranda Bar.

 

Montag, 26. Januar 2026, Rangiro/Tuamotu-Archipel

"Rangiroa ist das grösste Atoll des Tuamotu-Archipels. Rangiroa wird wegen der Klarheit und Weite der Lagune auch Ra'iroa genannt (übersetzt: 'weiter Himmel')."

NASA-Aufnahme.

"Das Atoll ist 80 km lang und zwischen 5 und 32 km breit. Die ca. 1600 km² grosse Lagune hat eine maximale Tiefe von 35 m. Sie ist von einem Ring aus 240 Motus (Inseln, totale Landfläche 79 km²) und etwa 100 schmalen Durchlässen umgeben. Im Nordwesten, in der Nähe der Dörfer, gibt es zwei tiefere, für die Schifffahrt geeignete Durchfahrten. Rangiroa ist das zweitgrösste Atoll der Welt nach Kwajalein (Marshallinseln)."

Da die Aranui 5 "auf Reede liegt“, nehme ich eine Barge um an Land zu gelangen.

Da mich weder das Tauchen noch der Delfinbeobachtungsausflug mit einem Glasbodenboot wirklich interessierten, habe ich für den heutigen Vormittag - am Nachmittag sind wir bereits auf dem Weg nach Bora Bora - nichts gebucht. Der Plan, "irgendwo ein Fahrrad zu mieten" und damit auf dem ringförmigen Atoll herumzufahren, wich schon bald Plan B ...

Auf meinem Spaziergang begegne ich, ausser anderen Aranui-Passagieren, beinahe niemandem; es macht den Anschein, das alles zu und verlassen sei. Oder liegt es an der Uhrzeit, es ist erst halb neun?

Schön könnte es sein.

Nochmals mache ich einen Versuch, auf einem Weg zu einem (belebten) Strand zu kommen.

Es beginnt zu regnen, meine Motivation steigt deshalb aber nicht.

Auch das noch - das hätte gerade noch gefehlt!

"Von einer Palme fallende Kokosnüsse können zu Kopfverletzungen führen. Nur wenige Unfälle mit Todesfolge sind durch Medienberichte dokumentiert. Einer Legende nach kommt es aber regelmässig zu einer hohen Anzahl von Todesfällen bei Kokosnuss-Unfällen. Diese Zahl wird häufig zum Vergleich mit der Anzahl von Todesfällen durch Haiangriffe genutzt."

Die Entscheidung fällt, Plan B wird aktiviert: Übungsabbruch und zurück aufs Schiff, aber vorher gehe ich noch aufs Häuschen.

Wunderschön das Grün der Lagune.

Diesmal gibt es nur eine Sitzung für alle beim Mittagessen. Danach besuche ich das Meeting über Bora und Bora und wechsle an der Rezeption die gebuchte Tour.

Die Firma, welcher die Aranui 5 gehört, kann schon auf eine erstaunliche Geschichte zurückblicken. Wie mir Spencer, Chef vom Animationsteam, sagte, gab es eine Aranaui 1, Aranui 2, Aranui 3 - aber keine 4, vor der jetzigen Aranui 5. Die Firma sei in Chinesischer Hand und in China sei die 4 eine Unglückszahl.

Am Nachmittag halten Spencer (im Bild), über die Fracht, und Pascal, über das Neue Schiff Aranoa, interessante Vorträge, je einmal in Französisch und einmal in englisch.

Wo wird welche Fracht auf dem Schiff verstaut? Die Container die wir auf dem Bug sehen, seien nur ein Teil, der Rest liegt darunter. Es gibt auch Kühlcontainer für verderbliche Ware. Personenwagen werden in die Container gefahren; danach muss der Fahrer durch Verrenkungen wieder rauskommen. Grössere Fahrzeuge, wie den Bus den wir mitgeführt haben, werden oben auf einem Container festgemacht.

Die Aranui-Gesellschaft akquiriert die Fracht-Aufträge, zum Teil über Agenten. Lokale Brokers auf den Insel, nehmen Bestellungen für Fracht an und leiten sie an die Gesellschaft weiter. Kleinere Güter von Familien müssen nicht gemeldet werden. Sie kommen in offene, metallene Gitterboxen. Alle Container haben verschiedene Farben, je nach Art der enthaltenen Fracht.

Spencer erzählt auch Anekdoten, wie die missglückte Anlandung mit einem Floss an einem Pier: Nach dem "Go"-Zeichen gab ein Fahrer im funkelnagelneuen Fahrzeug Gas, um vom Floss aufs Land hochfahren. Wegen einer plötzlich grösseren Welle erhielt er das sofortige Stopp-Zeichen und musste zurücksetzen. In der Hektik blieb beim Gasgeben anlässlich des nächsten Versuches der Rückwärtsgang drin ... das nun nicht mehr ganz neue Fahrzeug konnte danach dem Besitzer nicht übergeben werden, es lag unter Wasser.

Die Aranui 5 hat nur eine Fracht-Bewilligung für die Marquesas-Inseln.

Der Gesamtwert der Fracht, die wir auf unserem Weg zu den Marquesas geladen hatten, beträgt mehr als 332 Mio. Euro.

 

Dienstag, 27. Januar 2026, Bora Bora/Gesellschaftsinsel

Bora Bora! Heute erreiche ich Bora Bora, die Insel, die in einer meiner früheren Lebensphasen auch eine Traumdestination für mich war.

"Bora Bora ist ein Atoll, das zur Gruppe der Gesellschaftsinseln in Französisch-Polynesien, genauer zu den Inseln unter dem Winde (Îles sous le Vent), im Süd-Pazifik gehört. Das Atoll liegt rund 260 km nordwestlich von Tahiti und hat eine Landfläche von insgesamt 38 km². Bora Bora gilt als einer der exklusivsten und luxuriösesten Urlaubsorte in der oberen Preisklasse und gehört zu den teuersten Reisezielen der Erde."

NASA-Aufnahme vom Atoll.

"Bora Bora ist der Traum aller Honeymooner und gehört zu den exklusivsten und auch teuersten Reisezielen der Welt. Bora Bora ist ein Atoll mit einer Hauptinsel vulkanischen Ursprungs und etwa 30 kleinen Inselchen aus Korallen, die sich als Ring in der Lagune um die Hauptinsel reihen. Hauptattraktion Bora Boras ist sicherlich die Lagune, die zu den schönsten weltweit zählt und nicht nur Paare in den Flitterwochen, sondern auch zahlreiche Wassersportler anlockt und der Mount Otemanu mit seinen 727 Meter, ein schwarzer Vulkan-Fels-Block, der wie ein erhobener Finger in den Südsee Himmel zeigt. Dieser Gegensatz von blauer Lagune und grünem und schwarzem Fels verleiht Bora Bora seine Einzigartigkeit. Bora Bora besitzt zwar auf dem kleinen, im Nordwesten gelegenen Motu Mute einen Flughafen, dieser ist allerdings nur für den nationalen Flugverkehr geeignet. Die Anreise erfolgt daher in einem 40-minütigen Flug von Papeete auf der 240 km entfernten Insel Tahiti zum Airport Motu Mute. Von dem unbewohnten Motu aus werden die meisten Besucher direkt von einem Hotelboot zu ihrer Unterkunft gebracht."

Wetter: Sonnig, Sonnenaufgang: 6 Uhr, Sonnenuntergang; 18:46 Uhr, Temperatur: 26-30 C°, ETA: 7 Uhr und ETD: 19 Uhr. Kurz nach Sonnenaufgang stehe ich auf dem obersten Deck um die Einfahrt der Aranui 5 in die Lagune von Bora Bora zu erleben.

"Der Mont Otemanu ist die höchste Erhebung des Atolls Bora Bora im Archipel der Gesellschaftsinseln in Französisch-Polynesien. Er stellt den abgewitterten Zentralschlot und Gipfel des einstigen Zentralvulkans dar und erreicht eine Höhe von 727 m über dem Meer. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit der anströmenden Winde hüllt sich der obere Bereich des Berges oft in Wolken."

Die erste Barge wird ins Wasser gelassen.

Mit dem Fahrplan der Barges im Rucksack, fahre ich mit einer Barge nach Vaitape.

"Vaitape ist die grösste Stadt der Insel Bora Bora. Sie hat knapp 5'000 Einwohner, etwa die Hälfte der Inselbevölkerung. Vaitape liegt etwa 210 km nordwestlich von Papeete. Hauptsprache in Vaitape ist Französisch, obwohl 20 Prozent der Bevölkerung Tahitisch sprechen."

Der Ort ist überschaubar; ich gehe die einzige Strasse auf und ab.

"Tahiti Kombucha ist eine im Juli 2020 gegründete Familienbrauerei in Papeete, Französisch-Polynesien. Die Gründerin Vaiata Semont kombiniert bei der Herstellung traditionelle Fermentationsmethoden mit ihrem Wissen über lokale Heilpflanzen."

Das Mittagessen findet auf der Privatinsel Motu Tevairoa statt. Um dorthin zu gelangen nehme ich zuerst eine Barge zum Schiff, wo ich rund eine 1/2 Stunde Zeit verbringe. Erst danach fährt eine Barge zum Motu.

Auch die Ärztin kommt mit zum Mittagessen an ungewohnter Stelle.

Das Animationsteam gibt wieder alles.

Willkommen im Paradies, Ueli.

Die Regel "no alcohol before sunset" gilt jetzt hier und heute nicht.

Das Buffet ist eröffnet. Die Küchen- und Service-Crew hat ein schönes Buffet aufgebaut.

Schöpfen und sich ein Plätzchen zum Essen suchen.

Nach dem Mittagessen beginnt meine gebuchte Lagunen-Tour, einmal rundherum.

Das Einsteigen ist geschafft - kann wieder lächeln.

Was für ein Wow-Moment! Die immer beschrieben-gehörten Farben der Südsee werden für mich real, ein surrealer Überraschungseffekt.

Die Farben des Wassers ändern, je nach Untergrund und Tiefe der Lagune.

Mantarochen.

"Als Mantarochen werden drei Arten aus der Gattung der Teufelsrochen (Mobula) bezeichnet – der Riffmanta (Mobula alfredi), der Riesenmanta (Mobula birostris) und der Atlantische Mantarochen (Mobula yarae). Die Gattung Manta, zu der die zwei erstgenannten Arten ursprünglich gehörten, wurde im Juni 2017 mit Mobula synonymisiert. Das Maul der Mantarochen ist sehr breit und endständig, das der übrigen Teufelsrochen leicht unterständig. Bei den Mantarochen ist nur der Unterkiefer bezahnt, bei den übrigen Teufelsrochen beide Kiefer."

Nun gesellen sich junge Zitronenhaie dazu.

"Sichelflossen-Zitronenhai (Negaprion acutidens) gehört zur Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae). Körperbau Er erreicht eine Länge von bis zu 3 m und ist ein kräftiger Hai mit einer gelblich-braunen Färbung. Seine zweite Rückenflosse hat beinahe dieselbe Größe wie die erste. Seine Rücken-, Brust- und Bauchflossen sind deutlich sichelförmig, woher auch sein Name stammt. Die Schnauze ist kürzer als breit."

Ein Resort in Sicht, der Inbegriff von Südsee.

"Bora Bora beherbergt einige der exklusivsten Ressorts der Welt, die vor allem für ihre luxuriösen Überwasserbungalows und den Blick auf den Berg Mont Otemanu bekannt sind. Die meisten Top-Häuser befinden sich auf privaten Inselchen (Motus), die die Hauptinsel umgeben."

Ein Resort reiht sich an das andere.

Viele neue Ressorts sind am Entstehen, andere werden renoviert.

So schön die Wasserbungalows auch aussehen, es hat für meine Begriffe zu viele dieser Ressorts.

Von blau zu grün.

Der spezielle Sand soll gut sein für die Haut.

Ein gesundes Zvieri steht an.

"Ein Zvieri ist die perfekte kleine Stärkung um vier Uhr nachmittags. Es überbrückt die Zeit zwischen Mittagessen und Abendessen und liefert neue Energie."

Nach diesem Halt ist unsere Umrundung schon bald vorbei und wir werden direkt zur Aranui 5 gebracht.

Am Abend empfängt uns die Service-Crew, als Spalier beim Eingang ins Restaurant, mit Musik und Gesang. Sehr familiär, wie auch der bisherige Kontakt untereinander, Passagiere wie Crews-Mitglieder.

 

Mittwoch, 28. Januar 2026, Zurück in Papeete auf Tahiti/Gesellschaftsinsel; Perlen und Tiki

Das gestern verteilte Tagesprogramm ist im Vergleich zu den bisherigen sehr bescheiden; das Von-Bordgehen steht im Mittelpunkt.

Kurz nach acht Uhr stehe ich bereits auf dem Pier im Frachthafen von Motu Uta.

"Motu Uta ist eine kleine Insel (Motu), die Tahiti in Französisch-Polynesien im Nordwesten vorgelagert ist und die heute Teil des Hafens Papeete ist. Die rund 46 Hektar große Insel ist mit der Strassenbrücke Pont de Motu Uta mit dem Stadtteil Fare ute verbunden und an dieser Stelle nur 83 Meter, ansonsten wenige hundert Meter von Tahiti entfernt. Sie gehört zum Quartier Manu Hoe - Fare ute - Motu uta, einem von 11 Stadtbezirken Papeetes."

Das Warten auf den für die Passagiere individuell organisierten Hoteltransfers dauert. Aber irgendeinmal fährt der für mich und andere Passagiere bestimmter Bus vor. Mein Hotel ist das gleiche wie bei der ersten Ankunft auf Tahiti, Kon Tiki Hotel. Mein Zimmer sei noch nicht bereit, habe ich auch nicht erwartet um diese frühe Zeit. Ich deponiere meinen Koffer im Hotel und mache mich auf, habe ja einige Termine ...

Als erstes gehe ich zum Tahiti Pearl Market, um mein Armband abzuholen. Kaum sieht mich der Künstler, öffnet er eine Schublade neben sich und holt das für mich angefertigte Armband heraus. Ich probiere es, es passt und gefällt mir. Der Verkäufer informiert mich über das Prozedere am Flughafen für die Rückerstattung der Mehrwertsteuer und überreicht mir die entsprechenden Formulare.

Nun zieht es mich ins Vaima Shopping Center, in den Ganesha Shop von Christine. Während der Schiffsreise ist bei mir die Entscheidung gefallen, die kleinere Tiki-Statue zu kaufen und in die Schweiz spedieren zu lassen. Christine erwähnt, dass sie eine Box für die Statue anfertigen lassen müsse, damit diese gut geschützt sind; ich bezahle diese Anfertigung. Die Tiki-Statute bezahle ich auch, und das umgehängten Amulett erhalte ich als Geschenk. Den definitiven Preis erhalte sie von DHL-Espress erst, wenn die Tiki-Statue in der Box liegt und so gewogen werden kann. Ich würde ihr den Versandtermin später durchgeben. Sie fragt mich, ob ich nicht ein Adresse in Frankreich habe, der Versand in die Schweiz sei doppelt so teuer wir nach Frankreich.

Im Geschäft von Christine liegt ein Flyer von NK Tatoo Tahiti auf. Ja, auch mit diesem Gedanken beschäftige ich mich seit der Ankunft in Französisch-Polynesien. Ich gehe im Shop vorbei, schaue mich um, lasse mich von Niko beraten, auch weil ich Blutverdünner nehme. Das Wort habe ich mir von der Ärztin auf dem Schiff in Englisch (Blood thinners) und in Französisch (Anticoagulants) in einer Notiz im Handy aufschreiben lassen. Von den Motiven her bin ich noch nicht überzeugt, aber ich lasse mir für morgen einen Termin geben. Später im Hotel schaue ich mir polynesische Tattoos im Internet an. Ich finde ein Motiv das mir sehr gefällt ...

 

Donnerstag, 29. Januar 2026, Papeete & Tatoo

Nach dem Frühstück verlasse ich das Hotel und mache mich gemütlich auf den Weg; ich spaziere am Hafen entlang.

Spezielle Street Art.

Hier im ersten Stock beginnt um 11 Uhr meine Tattoo-Session.

Mit Niko bespreche ich mein gewünschtes Motiv. Anstelle der Schildkröte möchte ich ein friedliches Tiki-Gesicht. Niko stellt noch ein paar Fragen zu mir und meinem Leben und wird so entsprechende Symbole in das Tatoo integrieren.

Aha, das war nur das Vorzeichnen, darum habe ich keine Schmerzen empfunden.

Es nimmt Gestalt an. Nach rund vier Stunden, mit einer kurzen Mittagspause für die Tätowierer, ist mein Tatoo fertig.

Niko erklärt mir die verwendeten Symbole: Die beiden Figuren im roten Kreis weisen darauf hin, dass ich zwei Söhne habe. Die gelb umrandeten Wellen symbolisieren, dass ich viele Reisen unternehme und die blauen Haifischzähne sagen aus, dass ich ein starker Mann sei.

Von Nikos Frau, sie spricht kaum englisch, erhalte ich Anweisungen zur Pflege mit den erhaltenen Produkte.

Für den Abend habe ich mit Corina und Reto zum Abendessen im Surf House, dem Panoramarestaurant vom Kon Tiki Hotel.

 

Freitag, 30. Januar 2026, Papeete & Moorea

Heute will ich der Nachbarinsel Moorea einen Besuch abstatten.

"Moorea ist eine Insel im Süd-Pazifik, die politisch zu Französisch-Polynesien gehört. Sie hat eine Fläche von 133 km² und rund 16'900 Einwohner. Moorea zählt geographisch zu den Gesellschaftsinseln (französisch Îles de la Société), genauer zu den Inseln über dem Winde (frz. Îles du Vent). Sie ist die kleinere Schwester von Tahiti und liegt in Sichtweite Tahitis, von der Westküste nur durch eine Meerenge von 17 Kilometern getrennt."

Es gibt mehrere Möglichkeiten von Tahiti nach Moorea. Als nächstes fährt die Vaeara'i ab, ein Schiff für 675 Passagiere ausgelegt; es bietet zudem Platz für 8 LKWs sowie 70 Fahrzeuge.

Während Fahrzeuge in den Bauch der Vaeara’i fahren, gehe ich via der Passagierbrücke zum Eingang und an Bord.

Die Fähre legt ab und ich beginne eine Rekognoszierung des Fährschiffes.

Die Überfahrt neigt sich dem Ende zu, wir fahren in den kleinen Hafen von Vai'are ein.

In der Nähe vom Pier hat es eine Roller-Vermietung.

Relativ einfach komme ich zu einem Roller. Ich bezahle den Mietpreis und eine Sicherheitsleistung. Der Verkäufer händigt mit eine Karte aus und weist auf schöne Punkte hin. Als ich ihn frage, wie lange ich brauche, um die ganze Insel zu umfahren, meint er, dass sei nicht notwendig, weil es untenherum nichts zu sehen gäbe. Der kennt den Ueli nicht, der nicht gerne zweimal die gleiche Strecke fährt ...

Nach rund 3,5 Km mache ich den ersten Halt beim Aussichtspunkt To'atea.

"Der Aussichtspunkt To'atea liegt bietet einen Panoramablick auf den öffentlichen Strand von Temae zur Linken, die Insel Tahiti gegenüber und die Stelzenbungalows des Sofitel Ia Ora Beach zur Rechten. Von hier aus können Sie die Blautöne, die die Lagune von Moorea zu bieten hat, sowie einen Blick auf die Bucht von Vaiare bewundern. Vor Ort befindet sich eine Stele zu Ehren der Menschen, die beim Absturz eines Flugzeugs der Fluggesellschaft Air Moorea am 9. August 2007 ums Leben gekommen sind."

Der nächste Halt mache ich bei der Cook's Bay, ist eine drei Kilometer lange Bucht an der Nordküste der Insel Moorea. Sie ist eine der beiden Hauptbuchten der Insel. Die andere, die Opunohu Bay, liegt vier Kilometer westlich von Cook's Bay. Pao Pao, das grösste Dorf Mooreas, liegt am oberen Ende der Cook's Bay."

Irgendeinmal biege ich links ab und die Strasse steigt an, insgesamt 240 Höhenmeter, und es beginnt wieder zu regnen.

"Der Opunohu Belvedere liegt auf 240 m Höhe im Herzen der Insel und bietet einen spektakulären Blick auf die beiden Buchten von Moorea, die durch den berühmten Mont Rotui getrennt sind. Links befindet sich die Opunohu-Bucht und rechts die Cook-Bucht. Dieser Ort bietet einen Blick auf die 8 Bergketten, die Lagune und die Ananasfelder im Herzen des Kraters mit einem Durchmesser von 9 km, der das Herz von Moorea bildet. Auf dem Gelände befinden sich verschiedene Wanderwege, die mit dem Mountainbike oder zu Fuss erreichbar sind und deutlich mit einer Informationstafel gekennzeichnet sind."

Es gibt auch frische Früchte, ideal für eine kleine Zwischenverpflegung.

Blick auf die Cook-Bay mit dem Schiff, das ich vorhin vom Ufer der Bucht aus gesehen habe.

Helm ab und allenfalls der Frisur eine neue Formgebung verpassen, oder es sein lassen ...

Der Regen hört auf, kommt aber für weitere kurze Ergüsse zurück.

Die 360-Grad-Umrundung ist geschafft und wie ich sehe, ist die Fähre schon da. Ich tanke auf und bringe den Roller zurück. Hat Spass gemacht, mit so einem kleinen Gerät unterwegs zu sein.

Während ich zum Pier gehe, fährt die Fähre davon. Sie war also nicht schon da, sondern immer noch da. Diese Verspätung wird sie nicht aufholen können, also warten und warten ...

Beim Warten treffe ich auf Guido, seines Zeichens Journalist und Aranui 5-Passagier. Er hat auf Moorea ein paar Tage verbracht. Beim Plaudern bemerken wir, dass die andere Fährgesellschaft, die Aremiti, mit einem Schiff in den Hafen gefahren ist. Ich erkundige mich und informiere Guido, dass diese Fähre in ein paar Minuten wieder abfährt. Also rasch zum Ticket-Schalter und ein Billett kaufen, 2'030 XPF, rund 15 CHF, obschon ich am Morgen für die der Vaeara’i ein Retour-Billete gekauft habe. Die Aremiti ist zudem schneller unterwegs.

 

Samstag, 31. Januar 2026, Abreise von Papeete/Tahiti nach Auckland/Neuseeland

Der Wecker tut um 05:20 Uhr seine Pflicht, um 06:25 Uhr werde ich abgeholt und der Abflug ist um 09:10 Uhr.

Check-in und kurz darauf habe ich meinen Boarding pass für den rund 5 1/2-stündigen Flug nach Auckland.

Mit dem kann ich mich arrangieren, denn ein Flugzeug kann auch so bestiegen werden, aber dann zeigt sich, das mein Sitz 25C schon belegt ist ...

 

Eine ausserordentliche Reise geht zu Ende. Für mich hat es gestimmt, diese Reise mit dem Fracht-Passagier-Schifft Aranui 5 zu buchen und so auf eine unübliche Art, die weit abgelegenen Marquesas-Inseln zu besuchen.

 

Die Fortsetzung der Ozeanien-Reise geht unter Neuseeland weiter.

 

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