Der kursiv geschriebene Text stammt von meinen Recherchen im Internet.

"Das Sultanat Brunei (amtlich Brunei Darussalam, malaiisch Negara Brunei Darussalam) ist ein Staat in Südostasien. Er liegt auf der Insel Borneo (indonesisch Kalimantan) im Südchinesischen Meer und grenzt an Malaysia. Das Staatsgebiet ist der Rest eines in historischer Zeit weit größeren Sultanates, das zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert fast die komplette Nordküste Borneos umfasste. Ergiebige Erdölvorkommen in Verbindung mit geringer Bevölkerung und relativer Stabilität haben Brunei zu einem der reichsten Staaten der Erde gemacht."

Brunei 
Auf meiner grossen Asien-Reise 2015 wollte ich auch dieses Sultanat besuchen und dabei unbedingt mit Royal Brunei Airlines fliegen. Jedoch: Nach meinem damaligen Aufenthalt in Bangkok habe ich mich entschieden, direkt nach Australien zu meinem Sohn und seiner Familie zu fliegen.
So weiss ich über diesen kleinen Staat nicht viel, ausser dass er sehr reich ist, streng islamisch und eine der Prinzessinen eine Halbschweizerin ist.
Nach meiner Südostasienreise 2024, zieht es mich auch in diesem Jahr wieder nach Südostasien. Im Vorjahr bereiste ich Singapore, Papua Neuguinea, Australien und auf dem Rückweg Taiwan. Im 2025 werden es drei Länder sein, die ich besuche: Brunei, bereise ich als Soloreisender, danach Indonesien sowie Ost-Timor, offiziell Timor-Leste. Die beiden Länder werde ich je auf einer Gruppentour kennen lernen. Insgesamt werde ich gut einen Monat unterwegs sein.
Da ich Brunei in Zusammenhang mit der Rundreise in Indonesien besuche, lasse ich mir die Flüge nach Bandar Seri Begawan - bis zum Ende der Reise möchte ich den Namen der Hauptstadt auswendig können - sowie das Hotel von Diamir.de offerieren.
In einem fünfseitigen Worddokument halte ich die Sehenswürdigkeiten fest, die ich zu besichtigen gedenke. Schon beim Erfassen realisiere ich, dass die 3 Tage wohl mehr als ausreichend sind und ich die Besichtigungen ruhig angehen kann.
Ein Visum brauche ich für die kurze Aufenthaltsdauer nicht. Hingegen muss vor der Abreise eine ausgefüllte Gesundheitserklärung über die App BruHealth eingereicht werden und eine E-arrival card ausgefüllt werden.

Während am Ostermontag wohl noch einige mit dem Suchen und Konsumieren der Osternester beschäftigt sein werden, gehe ich mit Sack und Pack zum Bahnhof Cham und warte auf die S1 nach Zug, wo ich ...

... in den Direktzug nach Zürich-Flughafen umsteige, der sehr gut besetzt ist.


Für meine neue Eagle Creek Reisetasche ist es eine Premiere; ich lasse ihr den Vortritt beim Einchecken.

"Eagle Creek ist ein amerikanischer Gepäckhersteller mit Hauptsitz in Steamboat Springs, Colorado. Das Unternehmen wurde 1975 in den San Jacinto Mountains in Kalifornien gegründet und 2007 von der VF Corporation übernommen. Ursprünglich in Kalifornien tätig, hat sich das Unternehmen zu einem internationalen Großhändler mit Vertrieb nach Kanada, Europa und anderen Ländern entwickelt."



Bye bye Switzerland ...


Auf Sitz 23 D richte ich mich ein. Etwas mehr als 12 Stunden dauert der erste Flug nach Singapore.


Nach der Landung in Singapore morgens gegen sechs Uhr, habe ich drei Stunden Zeit, um mich zu orientieren und das Gate für den Anschlussflug zu finden.

Es geht weiter ...


Der Flug dauert knapp 2 1/4 Stunden; genügend Zeit um die Sicherheitsinformationen und das Frühstücksmenü zu lesen.


Schöne Aussicht während dem Frühstück.



Beim Anflug auf die Hauptstadt Bruneis entdecke ich schon das eine und andere Luxushäuschen.


Brunei 2015: Ohne Reiseplanung, ausser, dass ich nach Bandar Seri Begawan mit Royal Brunei Airlines fliegen möchte ... auch diesmal sollte es nicht sein.
Nach der Landung und dem problemlosen und einfachen Einreisen, erwartet mich beim Ausgang ein Fahrer für die Fahrt zum gebuchten Hotel.

Nach dem Einchecken beziehe ich Zimmer 526. Ich richte mich ein, stelle den Wecker und will nicht gestört werden.

Nach dem Erholungsschlaf und einer Dusche, verlasse ich das Hotel. Als erstes will ich Geld wechseln. In einer Einkaufsmall gleich in der Nähe finde ich einen Money Changer; für 200 USD erhalte ich 254 BND.
"BND: Der Brunei-Dollar (malaiisch Ringgit) ist die Währung von Brunei. Es besteht eine feste Kopplung des Wechselkurses im Verhältnis von 1:1 zum Singapur-Dollar. Die Geldscheine und Münzen beider Staaten sind auch im jeweils anderen Staat gültiges Zahlungsmittel."


Da frage ich lieber jemanden nach dem Weg zum Gadong Night Marktet, als bei einem solch langen Namen Google Maps zu konsultieren.
"Der Pasar Pelbagai Barangan Gadong, der ehrwürdige Nachtmarkt von Gadong, ist jeden Abend von 16 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Er bietet das Beste der bruneiischen Küche und Kultur an."
Der Nachtmarkt ist eine Hauptattraktion im Geschäftsviertel Gadong und der Gegenpol zum nahegelegenen, gehobenen Einkaufszentrum The Mall.

Der Markt hat erst vor einer Stunde geöffnet, es herrscht deshalb noch kein Hochbetrieb.

"Kommen Sie hungrig, denn das Essen ist die Hauptattraktion des Nachtmarktes", wird einem geraten.


Ich gehe zwischen den Verkaufsständen durch und lasse mich inspirieren.

Es scheint, dass der Ueli noch irgendwo zwischen der gewohnten Komfortzone zu Hause und dem ungewohnten Treiben hier feststeckt; jedenfalls kann er sich nicht zu einem Kauf entscheiden.

Auch die Herausforderung Durian Salat Juice nehme ich nicht an, bestelle dafür einen Carrot Juice.
Da ich mich wirklich nicht entscheiden kann, verlasse ich den Markt und laufe Richtung Hotel zurück, diesmal auf der anderen Strassenseite.

Das Curry Mee Huat Kee spricht mich sofort an.
"Curry Mee ist ein beliebtes Nudelgericht mit einer reichhaltigen, würzigen Currybrühe. Es ist ein Grundnahrungsmittel in vielen Teilen Südostasiens, einschliesslich Brunei."

Es hat sehr gut geschmeckt; werde wiederkommen.
Mein Zimmer Nr 526 ist mehr als ein Zimmer ...

... nebst dem Bettzimmer mit Bad, verfügt es über eine Küche mit leeren Schränken und einem Wohnzimmer.


Nachdem ich mich an der Zimmeraussicht satt gesehen habe, gehe ich ins Jade House im Parterre ...

... jedoch nicht zum shoppen, sondern zum Frühstücken.

An der Rezeption frage ich nach einem Taxifahrer, den ich stundenweise buchen kann. 35 BND, rund 22 pro Stunde ist sein Ansatz.

Um 11:15 Uhr fährt Francis vor. Als erstes zeige ich ihm meine Sightseeing-Vorstellungen für die nächsten drei Tage und frage ihn, in welche Reihenfolge wir die Tour machen sollen.

Wir beginnen mit dem Royal Regalia Museum.

"Das Royal Regalia Museum, malaiisch Muzium Alat Kebesaran Diraja, ist ein Museum und Gebäude in
Bandar Seri Begawan, der Hauptstadt Brunei Darussalams. Es beheimatet die monarchischen Insignien des Sultans von Brunei, darunter seine Kutsche. Das Museum wurde am 30. September 1992 eröffnet. Es wird von durchschnittlich mehr als 100'000 Menschen pro Jahr besucht, wovon 70 Prozent Ausländer sind.
Das Gebäude, das ursprünglich Churchill's Memorial Building hiess, war anschliessend bis 2017 als Royal Regalia Building bekannt. Es war zu Ehren von Winston Churchill durch Sultan Omar Ali Saifuddin III. errichtet worden. Es wurde zu Ehren des 25-jährigen Jubiläums des 29. Sultans 1992 in ein Museum umgewandelt."

Voller Spannung, was ich hier zu sehen bekomme, trete ich ein. Bevor ich dazu komme, ein Ticket zu kaufen, werde ich darauf hingewiesen, dass ich meine Kameratasche und den Rucksack in einem Schliessfach deponieren muss. Auch meine Getränkeflasche ist nicht Museumswürdig.


In der Eingangshalle lassen mich nicht nur die Kutsche des Sultans staunen, sondern auch die vielen - für uns königslosen Schweizer - unbekannten, königlichen Insignien.







Der Thronsessel, der während der Krönung verwendet wurde.

Die Miniaturnachbildung des Thronsaals, in dem seine Majestät anlässlich seines silbernen Thronjubiläums Könige, Staatsoberhäupter und Würdenträger in seiner offiziellen Residenz empfing.
Im Museum sind viele Geschenke ausgestellt, die der Sultan von ausländischen Regierungen anlässlich deren Besuche in Brunei erhalten hat. Eines von der Schweiz habe ich nicht entdeckt.
"Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA: Die Schweizer Botschaft in Singapur ist auch für Brunei zuständig. Ein Honorarkonsulat befindet sich in der Hauptstadt Bandar Seri Begawan. Der in Bern akkreditierte Botschafter von Brunei residiert in Berlin. Brunei hat ein Generalkonsulat in Genf. Die Schweiz pflegt seit 1984 diplomatische Beziehungen mit Brunei. Die beiden Länder arbeiten auch im Rahmen des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) zusammen, bei dem die Schweiz seit Juli 2016 den Status als sektorielle Dialogpartnerin innehat."

Die spezielle Kutsche, die während der jährlichen königlichen Prozession zum Einsatz kommt.



Human power vorne wie ...



... auch hinten; Allradantrieb?
Zurück bei Francis im Taxi erklärt er mir, dass wir auf dem Weg zum nächsten Ziel am Brunei Energy Hub Dermaga Diraja vorbeifahren, eine Art Oel- und Gas-Museum. Wenn ich möchte, würde er anhalten und ich könnte es mir anschauen; ich will.



Wegen Umbauarbeiten ist zur Zeit nur eine Galerie geöffnet.

Ich betrete die modern gestalteten Räume und lerne das Leben von Brunei kennen, bevor 1929 Erdöl entdeckt wurde und der weiteren Entwicklung nach dem Entdecken von Gasvorkommen (1998).


Für mich ein wahres Bijou, die Sultan Omar Ali Saifuddin Moschee. Ist das echt oder bin ich im Märchenland?


"Die Moschee Sultan Omar Ali Saifuddin ist eine königliche Moschee. Sie gilt als eine der schönsten und eindrucksvollsten Moscheen des asiatisch-pazifischen Raumes, ein Wahrzeichen der Stadt, des ganzen Landes und als Touristenattraktion. Die Moschee ist nach dem 28. Sultan von Brunei, Omar Ali Saifuddin III., benannt und wird als höchstes Symbol des islamischen Glaubens in Brunei angesehen. Das Gebäude wurde 1958 fertiggestellt."



"Die Architektur der Moschee ist der malaiischen und Mogul-Architektur nachempfunden. Vom italienischen Architekten Rudolfo Nolli geplant, wurde die Moschee auf einer künstlichen Lagune am Rande des Brunei River angelegt, umgeben von der Wasserstadt Kampong Ayer. Die Moschee besteht aus Marmor-Minaretten und goldenen Kuppeln mit zahlreichen Höfen und Springbrunnen. Umgeben ist sie von Bäumen und Gärten, die im islamischen Glauben den Himmel darstellen. Eine lange Brücke verbindet die Moschee mit dem Lagunendorf Kampong Ayer. Die zentrale Kuppel der Sultan-Omar-Ali-Saifuddin-Moschee ist komplett mit Blattgold bedeckt. Mit einer Höhe von 52 Metern ist sie von überall in Bandar Seri Begawan zu sehen. Das Hauptminarett, höchster Teil der Moschee, wird dominiert vom Baustil der Renaissance, der in kaum einer anderen Moschee so zu finden ist."


Vorerst nur bis hier; dann kommen wir später nochmals vorbei.



Blick von Brunei Waterfront auf Kampong Ayer, meinem nächsten Ziel. Um dorthin zu gelangen, müssen wir einen kurzen Umweg machen und über eine Brücke fahren.
"Die Brunei Waterfront in Bandar Seri Begawan ist eine malerische Promenade entlang des Brunei Rivers und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Wasser und das ikonische Kampong Ayer, das grösste schwimmende Dorf der Welt."

"Kampong Ayer bezeichnet ein Wasserdorf. Der Name bedeutet „Wasser Dorf“ (malaiisch Kampung Air); die Ansiedlung besteht aus einer Ansammlung von traditionellen Pfahlbau-Siedlungen über dem Brunei River. Sie liegen in unmittelbarer Nähe des heutigen Pusat Bandar (Stadtzentrum von Bandar Seri Begawan). Kampong Ayer wird oft als „Venedig des Ostens“ bezeichnet. Bis in die frühe Zeit des britischen Imperialismus in Brunei war Kampong Ayer die Hauptsiedlung und De-facto-Hauptstadt von Brunei, insbesondere war es das soziale und wirtschaftliche Zentrum des Bruneiischen Grossreiches."

Francis fährt mich bis zur Al-Muhtadee Billah Moschee, die neben dem Feuerwehrdepot liegt; von hier aus gehe ich alleine zu Fuss weiter, über Brücken und Stege.

Angesichts dem Zustand einiger Häuser schaue ich auch auf den Boden, möchte nicht wegen einem morschen Brett ins Wasser fallen.

Frischwasserleitungen führen zu jedem Haus, ebenso Strom und Telefonleitungen.

Blick zurück zur Moschee und dem Feuerwehrdepot.

Haustiere mit und ohne Freilauf.


Kreuz und quer gehe ich auf den Stegen zwischen den Häusern durch. Einmal weist mich ein Anwohner darauf hin, dass es hier nicht weitergehe.

Irgendeinmal komme ich zu neueren Häusern. Heutzutage hätten hier viele Bruneier ihren Zweitwohnsitz; es sei schick, im Wasserdorf zu wohnen.




Nach gut einer halben Stunde mache ich mich auf den Rückweg, sofern ich ihn noch finde ...

... die Moschee und Feuerwehr sind im Blick, also bin ich richtig.

Nun besuchen wir den Sultan ... respektive wir fahren zu seinem Palast ... also immerhin bis zum Eingangstor vom Istana Nurul Iman.


"Der Istana Nurul Iman (Malaiisch für Palast des Lichtes des Glaubens) ist ein Palast (malaiisch Istana) und dient dem Sultan von Brunei (derzeit Hassanal Bolkiah) seit 1984 als Wohn- und Amtssitz. Es handelt sich um den grössten Palast der Erde.
Der Palast liegt einige Kilometer westlich der Innenstadt von Bandar Seri Begawan am Fluss Brunei. Istana Nurul Iman wurde vom philippinischen Architekten Leandro Locsin geplant und vom philippinischen Bauunternehmen Ayala International errichtet. Für das Innendesign zeichnet Khuan Chew, die auch das Burj al Arab in Dubai ausstattete, verantwortlich. Das Eigenheim des Sultans umfasst auf einer Wohnfläche von 200'000 m² neben den 1788 Räumen, 18 Fahrstühle, 44 Treppenhäuser und 250 Badezimmer. Im Thronsaal des Sultans finden 2000 und im Bankettsaal gut 5000 Menschen Platz. Fenster- und Türbögen sind aus purem Gold, 64'000 Quadratmeter Wandfläche mit 38 verschiedenen Sorten Marmor verkleidet. Der Prachtbau soll eine Mischung aus arabischen Zelten und malaiischen Langhäusern darstellen.
Der Gebäudekomplex steht auf einem 120 Hektar grossen Gelände. Zur Palastanlage gehört eine unterirdische Garage von 10'000 Quadratmetern, die 110 Fahrzeuge der Fahrzeugsammlung des Sultans beherbergen kann. Die Fahrzeugflotte besteht aktuell aus rund 5000 Fahrzeugen – sie umfasste früher schon mal über 7000 Autos – und ihr Gesamtwert wird auf über fünf Milliarden US-Dollar geschätzt. Zudem befinden sich auf dem Palastgelände klimatisierte Ställe für 200 Pferde. Die Kunstsammlung des Sultans umfasst unter anderem ein Gemälde von Pierre-Auguste Renoir, das 1980 für 70 Millionen US-Dollar erworben wurde.
Der Palast steht der Öffentlichkeit drei Tage im Jahr, am Fest des Fastenbrechens zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan, offen. An diesen Tagen wird allen Besuchern kostenlos ein reiches Festmahl gereicht und der Sultan begrüsst jeden männlichen Gast persönlich mit Handschlag; Frauen werden von der Königin empfangen. Jährlich besuchen an diesen Tagen bis zu 120'000 Menschen den Sultan."

Ein Innenhof im Istana Nurul Iman, mit grossem Festsaal im Hintergrund (Foto Wikipedia).

Der Sultan mit Staatsbesuch am Hauptportal des Istana Nurul Iman (Foto Wikipedia).

Grosser Festsaal für 5000 Personen (Foto Wikipedia).
Als wir zurückfahren wollen, stehen auf allen Fahrspuren die Ampeln auf rot. Das Tor zum Palast öffnet sich und Motorräder escortieren eine grosse Limousine. Francis meint, es sei der Kronprinz, der von seiner täglichen Besprechung mit seinem Vater, Sultan Hassanal Bolkiah, komme.
Brunei ist klein und so auch Bandar Seri Begawan. Die Distanzen von einer Sehenswürdigkeit zur anderen sind nicht gross. Da es nicht viele Sehenswürdigkeiten hat, beenden wir unsere Tour für heute; wir müssen ja morgen und übermorgen auch noch was zum Sehen übriglassen. Nach drei Stunden steige ich beim Hotel aus und gehe zum ... gleichen Restaurant wie gestern und bestelle ... das Gleiche wie gestern, nun aber als spätes Mittagessen.

Nach einer Pause im Hotelzimmer, gehe ich nochmals nach draussen. Neugier lässt mich bei einem Gong Cha nähertreten.

"Gong Cha ist ein Teegetränke-Franchise-Unternehmen, das 2006 in Kaohsiung, Taiwan, gegründet wurde. Gong Cha expandierte 2009 nach Hongkong und bis 2012 international nach Macau, Südkorea, Neuseeland, Australien, Malaysia, Grossbritannien, Kanada, den Vereinigten Staaten, Mexiko, den Philippinen, Myanmar, Vietnam, Japan, Singapur, Indonesien, Brunei, Kambodscha und China. Im Jahr 2023 kam die Marke auch nach Panama, Marokko, Belgien und Portugal. Gong Cha wurde 2024 in Saudi-Arabien und Mauritius eröffnet."

Beim Frühstück plane ich den heutigen Tag: Besuch von zwei Museen und gegen Sonnenuntergang zur Jame' Asr Hassanil Bolkiah Moschee. Ich schreibe Francis, dass er mich um 15 Uhr beim Hotel abholen soll.
Vorher habe ich genügend Zeit, um The Mall Gadong zu besuchen. Das Einkaufszentrum befindet sich in der Nähe von meinem Hotel.

Als erstes fällt mir dieses schöne Auto auf, ein Avatr 11 (noch nie gehört).
"Avatr heisst eine noch junge Elektroauto-Marke aus China. Sie entstand als Kooperation von Changan mit Nio. Auch der Batteriehersteller CATL und der Technologiekonzern Huawei sind an Bord."

Aber nun ist shopping angesagt; die Kreditkarte griffbereit. Ich beginne meinen Rundgang, der mich über alle Stockwerke führt und ...

... zum Schluss einkaufslos endet; meine Kreditkarte freuts.

Nachdem mich Francis pünktlich abgeholt hat, fahren wir als erstes zum Malay Technology Museum.

"Das Malaiische Technologiemuseum liegt in Kota Batu, einem südlichen Subdiskrit. Das Malay Technology Museum ist ein faszinierendes Museum, das einen Einblick in die traditionelle Kultur Bruneis bietet. Das Museum präsentiert eine Vielzahl von Exponaten, Artefakten und Informationen über traditionelle Handwerkskunst, Architektur, Landwirtschaft und Lebensweise der malaiischen Gemeinschaft in Brunei. Hier kannst du mehr über die traditionellen Techniken und Fertigkeiten der Malayen erfahren und einen Einblick in ihr tägliches Leben gewinnen."






"In Brunei werden Langhäuser, die traditionellen Wohnhäuser der Dayak-Stämme, vor allem in Flussnähe und in Pfahlbauweise errichtet. Diese Häuser können sehr lang sein (bis zu 180 Meter) und bieten Platz für bis zu 300 Personen. Sie sind ein wichtiger Teil der Kultur und des Tourismus in Brunei, insbesondere im Distrikt Temburong, der wegen der traditionellen Langhäuser und dem Ulu-Temburong-Nationalpark bekannt ist."

Das Museum liegt mitten in der Natur.

Nun gehe ich zurück zum Parkplatz, wo Francis gewartet hat, steige ein und wir fahren los ... um kurz darauf wieder anzuhalten, beim nahegelegenen Maritime Museum.

"Brunei Darussalam Maritime Museum befindet sich im historischen Viertel von Kota Batu. Der Bau begann im Dezember 2006 und wurde irgendwann im Jahr 2008 abgeschlossen. Verzögerungen führten jedoch dazu, dass es erst nach sieben Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Das Museum wurde am 23. März 2015 von Kronprinz Al-Muhtadee Billah offiziell eröffnet. Rund fünf Millionen Brunei-Dollar kostete der Bau."

"Das Museum besteht aus drei Galerien. Die Brunei Shipwreck Gallery zeigt die Entdeckung des Brunei Shipwrecks im Jahr 1997. Die Galerie des archäologischen Kulturerbes zeigt historische Funde aus verschiedenen archäologischen Stätten in ganz Brunei. Die Brunei Maritime Golden Age Gallery zeigt die Entwicklung der Schiffbautechnologie, Artefakte im Zusammenhang mit der traditionellen Seefahrt und dem Seehandel sowie bedeutende Errungenschaften in der maritimen Geschichte Bruneis."

"Die Galerie "The Brunei Shipwreck Gallery" zeigt eine Auswahl von Artefakten aus einem Schiffswrack an der Küste Bruneis aus dem Jahr 1997. Die Sammlung besteht aus ausländischen Keramiken aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Diese Galerie ist de facto der Mittelpunkt, also eine Dauerausstellung des Museums."



"Die zweite Galerie trägt den Namen "The Archaeological Heritage Site Gallery". Diese Ausstellung bietet anhand der freigelegten Artefakte Einblicke in das Leben, die Kultur und die Technologie vergangener Gesellschaften. Die Ausstellung zeigt ein Modell von Pulau Terindak und eine Flotte kleiner Schiffsmodelle, begleitet von einer Auswahl an Artefakten, die an verschiedenen archäologischen Stätten in ganz Brunei entdeckt wurden. Diese Ausstellungen bieten einen fesselnden Einblick in die reiche Geschichte und das Erbe der Region."




Spontane Bootsfahrt mit BSM (Brunei Shell Marketing Company Sendirian Berhad) ... oder Fake?

"Die dritte Galerie, die Brunei Maritime Golden Age Gallery, beleuchtet die reiche maritime Geschichte Bruneis. Sie zeigt die Entwicklung der Schiffsbautechnologie, wichtige Artefakte im Zusammenhang mit der traditionellen Seefahrt und die bedeutende Rolle des Landes im Seehandel. Die Galerie feiert Bruneis Errungenschaften während seines goldenen Zeitalters der maritimen Macht und spiegelt seine strategische Position sowohl in regionalen als auch in globalen Handelsnetzwerken wider."


Mit diesem Schiff, aber in anderem Massstab, reiste Sultan Bolkiah.
"Sultan Bolkiah regierte von 1485 bis 1521 das Sultanat Brunei an der Nordküste von Borneo. Er war der fünfte Sultan von Brunei. Er bestieg den Thron von Brunei nach der Abdankung seines Vaters Sulaiman. Unter Sultan Bolkiah prosperierte Brunei, aber er war mit dem Fortschritt unzufrieden und forderte seine Minister und Berater auf, darüber nachzudenken, wie die Entwicklung des Landes beschleunigt werden könne. Er reiste häufig ausser Landes, um seinen Horizont und sein Wissen zu erweitern: die neuen Ideen, die er mitbrachte, sollten zu ihrer Einführung zum Vorteil des Volkes und des Landes genauestens untersucht werden. Sultan Bolkiahs Sieg über Sulu und Saludang und seine Heirat mit der Prinzessin Lela Mechanai von Sulu und mit der Tochter von Datu Kemin erweiterten Bruneis Einfluss auf den Philippinen. Dieses beförderte den Wohlstand von Brunei und auch die islamische Mission in der Region. Der Einfluss und die Macht von Brunei erreichten unter der Regentschaft von Sultan Bolkiah ihren Höhepunkt. Der Nachfolger von Sultan Bolkiah war nach seinem Tode sein Sohn Abdul Kahar."

Wir sind zeitlich so gut dran, dass ich Francis bitte, zur Temburong-Brücke zu fahren und auf dieser die Brunei Bay zu überqueren.
"Die Temburong-Brücke wurde im März 2020 fertig gestellt. Die Baukosten werden mit 1,4 Milliarden US-Dollar angegeben, was die Brücke zum teuersten Verkehrsinfrastrukturprojekt Bruneis macht. Gebaut wurde die Brücke vom chinesischen Staatsunternehmen China State Construction Engineering Corporation.
Eine Verbindung zwischen den beiden Distrikten Brunei-Muara und Temburong war zuvor nur auf dem Seeweg per Schiff möglich. Temburong ist eine bruneiische Exklave in Malaysia. Die Brücke beseitigt die Durchführung der hinderlichen und zeitraubenden Ein- und Ausreiseformalitäten im malaiischen Limbang."





Auf der anderen Seite angekommen, fahren wir bis zum Kreisel, dort einmal ganz herum und danach wieder zurück auf die Brücke.


Nun fahren wir zurück nach Bandar Seri Begawan, um die Jame' Asr Hassanil Bolkiah Moschee im Licht der untergehenden Sonne zu bewundern.


Die Moschee sieht sehr schön aus, in edlen Materialien, vergoldeten Kuppeln und in gelungener Architektur. Eintreten darf ich aber nicht.






"Die Jame’-’Asr-Hassanil-Bolkiah-Moschee ist die grösste Moschee des Landes und neben der Sultan-Omar-Ali-Saifuddin-Moschee eine der zwei Hauptmoscheen der Stadt. Sie wurde vom 29. Sultan Bruneis, Hassan al Bolkiah, gestiftet. Der Bau begann 1988 und sie wurde am 14. Juli 1994 feierlich eröffnet. Sie bietet bis zu 5000 Gläubigen Platz."






Wie mehr sich die Sonne neigt, wie güldener leuchtet die Moschee und ihre vielen Minaretten.


Seit meiner Ankunft plagt mich ein Schmerz im Gesäss, der mich humpeln lässt. Ich nehme Ibuprofen, die ich eigentlich für meine Knie mitgenommen habe. Vorsorglicherweise will ich Nachschub kaufen. An der Rezeption vernehme ich, dass gleich gegenüber vom Hotel eine Apotheke sei. Super. Ich gehe über die Strasse, aber die Apotheke ist geschlossen. Da an den Freitagen alles zwischen 12 und 14 Uhr geschlossen ist, heisst es die Zeit bis dann zu überbrücken. Ich informiere Francis über den späteren Treffpunkt. Es beginnt zu regnen. So setze ich mich auf einen Stuhl und zähle die Regentropfen ...
Als die Apotheke offen ist, wird mir gesagt, dass ich vorgängig eine Arztkonsultation machen müsse. Die Ärztin sei aber im Hause. Nach 5 Minuten warten und einer kurzen Arztvisite erhalte ich das Rezept, allerdings nur für die 400 mg Tabletten; die 600 mg gebe es in Brunei nicht. Nun stellt sich heraus, dass die Schmerztabletten hier nicht am Lager sind, aber in einer anderen Filiale. Es dauere eine gewisse Zeit bis das Medikament hierhergebracht wird. Ich rufe Francis herein, dass er sich die Adresse erklären lassen kann und holen das Gewünschte in der Filiale selber ab.

Heute wollte ich eigentlich zum Kianggeh Markt, am Kianggeh-Fluss gelegen. Francis empfielt mir aber einen anderen Markt, den Fischmarkt Pasar Ikan.

Der Markt liegt am Ufer vom Südchinesischen Meer. Die zum Verkauf angebotenen Fische und anderen Meeresbewohner sollten deshalb wirklich frisch - wieso aber kündet ausgerechnet Pinocchio "freshly made" an?






Viele Menschen sind nicht auf dem Markt; der Betrieb ist überschaubar.





Auf dem Rückweg fahren wir beim The Empire Brunei vorbei. Francis will mir dieses 7-Sterne Hotel zeigen, wo
jeweils auch die ausländischen Staatsgäste logieren.
"Das Empire Brunei ist ein Luxushotel in Kampong Jerudong, in der Nähe der Hauptstadt Bandar Seri Begawan, im Bezirk Brunei-Muara von Brunei. Ursprünglich von Prinz Jefri Bolkiah finanziert und im Jahr 2000 fertiggestellt, geriet das Hotel in finanzielle Schwierigkeiten, die zu staatlichen Investitionen und einer Eigentumsübertragung führten. Das Hotel wurde 2019 mit einem aktualisierten Branding neu eröffnet und bietet eine Reihe von Unterkünften, darunter die "Emperor Suite". Das Hotel wurde unter anderem für seinen Golfplatz ausgezeichnet und war Gastgeber einer Reihe von ASEAN-Veranstaltungen."

Um halb zehn ist mein Transfer zum Flughafen; zwei kurze Flüge stehen heute an.

Ein Blick auf diese Karte zeigt, dass ich heute die Insel Borneo, mit dem Kleinstaat Brunei, den beiden malaysischen Bundesstaaten Sabah und Sarawak, sowie dem grösseren, indonesischen Teil Kalimantan, via Singapore und Jakarta verlasse, aber morgen mit einem weiteren Flug nach Zentralkalimantan zurück kehren werde.


Bye bye Brunei, einige schöne Eindrücke nehme ich mit. Rückwirkend betrachtet wäre ein Tag weniger Aufenthalt genügend gewesen.


Zwischenlandung in Singapore.

Ankunft in Jakarta, der bisherigen Hauptstadt Indonesiens. Ein Transfer bringt mich danach ins Hotel, wo ich vom Reiseleiter Priyo empfangen werde.
Die Fortsetzung der Südostasien-Reise geht unter Indonesien weiter.