Der kursiv geschriebene Text stammt von meinen Recherchen im Internet.
Australien 
Nach meiner Kreuzfahrt in der Südsee und der anschliessenden Rundreise auf der Nordinsel von Neuseeland, will ich die Ankunft - Flug von Auckland - in Melbourne nutzen, um nochmals meine Familie in Torquay zu besuchen, wo mein Sohn lebt.
Gemäss der rechts stehenden Aufstellung ist es meine zwölfte Einreise in Australien, was, wie ich nachträglich feststelle, nicht korrekt ist: Am Ende der Asienreise 2015 erreichte ich Australien zum 6. Mal. Während dieser Zeit machten meine Aussi-Familie und ich Urlaub auf Vanuatu. Danach kehrten wir alle zurück, was meine 7. Ankunft in Down Under war; dies ging jedoch bei meiner Aufstellung unter. Somit ist die 12. Australien-Reise eigentlich die Dreizehnte.
Der dritte Teil meiner Ozeanien-Reise ist unter Neuseeland 2026.
- Melbourne 
Nach der Landung von Flug QF 154 um 15:45 Uhr, den Einreiseformalitäten und -kontrollen, sowie der nicht stattgefunden Gepäckkontrolle, kaufe ich in der Ankunftshalle eine e-SIM für Australien. Meine erstmalige Benutzung in Neuseeland hat mich auf den Geschmack gebracht. Das umfassendste Angebot ist zur Zeit als Aktion das Günstigste. Die Verkäuferin am OPTUS-Stand übernimmt für mich das Einrichten in meinem Mobiltelefon. Danach gehe ich zum Busstop bei Terminal 3, wo der Gull Bus nach Geelong abfährt.



Auf dem Princes Freeway (ausgezeichnet als M1) von Melbourne Richtung Geelong, hat es viel Verkehr. Ich sende meinem Sohn, der in Geelong auf mich wartet, ein Foto mit der Information, dass wir uns verspäten werden.
In Geelong angekommen reicht es knapp für eine Umarmung und schon fahren wir in Pascals Auto los. Mein Enkelkind Oscar hat ein Basketball Spiel in Geelong.

Kaum in der Halle angekommen, sehe ich meinen Little Boy bei einem Free Throw, den er leider nicht verwerten kann.
"Im Basketball gibt es keinen direkten 'Penalty' (wie im Fussball), sondern die Bestrafung für Regelwidrigkeiten nennt sich Freiwurf (Free Throw): Der Spieler darf nach einem Foul des Gegners an der Freiwurf-Linie ungehindert auf den Korb werfen. Ein Treffer zählt jeweils Punkt."

Nach dem Spiel nehmen wir Oscar in Empfang und fahren nach Torquay, wo ich die restlichen Familienmitglieder begrüssen kann.
Das es anders sein würde bei meinem zweiten Besuch, wusste ich: die Schulferien sind zwischenzeitlich vorbei, die Jungs gehen wieder zur Schule und die Eltern sind zurück im Arbeitsprozess. Das bedeutet für mich: Home Alone; wobei nicht ganz, Hündin Zigy ist ja auch noch da. So übernehme ich erstmals in meinem Leben ein Art von Dogsitting.
"Dogsitting bedeutet die stundenweise oder mehrtägige Betreuung eines Hundes durch eine andere Person als den eigentlichen Besitzer. Es handelt sich um eine Form der Hundebetreuung, die oft als Alternative zur Tierpension genutzt wird, wenn Hundehalter arbeiten, verreist oder krank sind."

Vamos a la playa Zigy, aber immer schön gehorchen.

Auf diesen Teil der Hundebetreuung freue ich mich nicht; ich habe mich über den Akt instruieren lassen.

Ob es eine gute Idee war, Zigy von der Leine zu lassen - wird sie zu mir kommen wenn ich rufe?

Yep, brave Zigy.

Als Pascal von der Arbeit nach Hause kommt, fahren wir mit Lennox zu seinem Footy-Training. Meine beiden Enkelbuben spielen sowohl Basketball, wie auch Footy. Zur Zeit geht die Basketball-Saison zu Ende und diejenige vom Australian Football (Footy), welche nicht die gleiche Sportart wie Rugby ist, beginnt. Während einer gewissen Zeit überschneiden sich die beiden Sportarten, so dass die Jungs, aber auch die Eltern, zeitlich gefordert sind.


Zufriedener Grossvater (links), Vater (links und rechts) und Sohn (links und rechts) beim Zuschauen.

Später Lunch im vietnamesischen Restaurant Pholklore in Torquay mit Blick über die The Esplanade (Strasse) auf die Bass-Strasse (Meer), welche im südlichen Ozean liegt, zwischen Victoria und Tasmanien.


Nachdem Oscar von der Schule zurück ist, fahren wir nach Geelong zu einem Basketball-Spiel.



Wir fahren Lennox zu seinem Footie-Training. Während Lennox schweisstreibend das Training absolviert, fahren Pascal und ich zur Surf Beach und gehen von dort zu Fuss zur ANZAC-Gedenkstätte.




"ANZAC steht für das Australian and New Zealand Army Corps. Es war ein legendäres Armeekorps im Ersten Weltkrieg, das am 25. April 1915 bei Gallipoli landete. Heute ist dieser Tag als ANZAC Day der wichtigste nationale Gedenktag in Australien und Neuseeland, an dem der gefallenen Soldaten gedacht wird."



Shirley und Terry, Pascals Schwiegereltern, laden mich zum Lunch ein. Sie holen mich ab und führen mich in ein schönes Restaurant in Strandnähe.


Um halb sechs Uhr fahren wir ab. Lennox hat einen Basketball-Match. Zuerst nehmen wir einen Kollegen von ihm in Torquay auf, danach fahren wir nach Chadstone, einem Vorort von Melbourne, und dort zum Waverley Basketball Stadium.

"Der Waverley Basketballkomplex verfügt über 6 Indoor-Spielfelder und ist die Heimat der Waverley Basketball Association."



Das Spiel beginnt.

Während Lennox auf dem Spielfeld aktiv ist, hilft Pascal, wie andere Eltern auch, an der Seite mit und kontrolliert ob es ein korrekter Basket war oder nicht.




Lennox Mannschaft hat gewonnen. Der Trainer erklärt bei der Spielbesprechung vor dem Stadion, dass dies ein Heimspiel war, da die gegnerische Mannschaft zwei Stunden fahren musste. Grosser Aufwand für nur ein Spiel. Die beiden Jungs haben Hunger, so fahren wir vor der Rückfahrt zu einem Imbiss-Shop. Kurz nach Mitternacht sind wir wieder zu Hause.
Da habe ich gestern tatsächlich kein einziges Foto gemacht.
Heute aber gibt es Fotos, Pascal hat Geburtstag. Nach 2017, anlässlich seiner speziellen 40. Geburtstag Party, war ich nie mehr an einem seiner Geburtstage dabei.
Am Morgen überrasche ich meinen Sohn mit einem LEGO Technic McLaren P1.
"Das grosse LEGO Technic Modell des McLaren P1 besteht aus 3'893 Teilen. Die gedruckten Anleitungen umfassen zusammen über 800 Seiten, aufgeteilt in zwei dicke, gedruckte Handbücher (Bauanleitungen). Insgesamt gibt es rund 1'000 Bauschritte, aufgeteilt auf 23 Bauabschnitte. Das fertige Hypercar ist im Massstab 1:8 gebaut."
Janelle hat im piekfeinen griechischen Restaurant A la Grecque, welches an der Great Ocean Road in Aireys Inlet liegt, einen Tisch reserviert. Wir haben eine halbe Stunde zu fahren.


"Fresh, seasonal & simple. Just the kind of food we eat at home. Greek-Australian dishes, using only the best quality seafood and seasonal produce."

Pascal kennt den Besitzer. So erhalten wir nach dem Hallo einen Apéro offeriert.

Wir haben sehr fein gegessen.
Auf dem Heimweg besuchen wir eine Freundin von Janelle und Pascal, eine gebürtige Französin. Sie führt den Winespeake Cellar + Deli in Daylesford.


Das würde mir auch gefallen, so einen Shop zu führen; umgeben von vielen leckeren Sachen.


Um 10 Uhr müsse ich bereit sein für die Abfahrt zu einem speziellen Lunch, mehr teilt mir Pascal nicht mit. Wir fahren nach Drysdale.

Als wir dort beim Bahnhof ankommen, macht es Klick bei mir: Da war ich vor Jahren mit Terry, meinem australischen Co-Schwiegervater. Damals war es ausserhalb der Saison und es fuhren keine Züge. Das ist heute anders.

Pascal weiss, dass ich gerne Zugfahrten unternehme; sein Grossvater war Lokomotivführer bei der ehemaligen Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS).

"Der Q Train in Australien ist ein rollendes Gourmet-Restaurant auf der historischen Bellarine Railway im Bundesstaat Victoria, unweit von Melbourne und Geelong. Während einer dreistündigen Fahrt in restaurierten Waggons geniessen Sie ein 5-Gänge-Menü mit regionalen Produkten."

Beim Check-in werden wir herzlich begrüsst. Ein Mitarbeiter erklärt uns den Ablauf, zeigt, in welchem Wagen unsere Plätze sind und übergibt uns auf dem roten Teppich einen Willkommensdrink.


Gute Idee, Pascal, ich freue mich auf die Fahrt und das Essen.

Es verbleibt noch Zeit bis zur Abfahrt, ich schaue mich auf dem Bahnhof um.



Unser Zug wird von einer Diesellok gezogen.







Pascal trinkt ja keinen Alkohol: trotzdem wage ich mich an eine ganze Flasche (ich kann sie zur Not ja stehen lassen).
Der Zug setzt sich in Bewegung und kurz darauf wird der erste Gang serviert.

In Suma Park hält der Zug für eine Pause an.




Nach der Weiterfahrt geht's auch mit dem Menü weiter.

Wir kommen in Queenscliff an, Endstation. Nach einer Pause, wird der Zug mit uns wieder zurückfahren.


Wir vertreten uns die Beine und wollen einen Blick auf die schwarzen Schwäne erhaschen, die wir bei der 
Einfahrt in den Bahnhof gesehen haben.
"Der Schwarzschwan, im deutschsprachigen Raum auch als Trauerschwan bekannt, ist die weltweit einzige fast vollständig schwarze Schwanenart und ist in Australien heimisch. Weisse Schwäne sind in Australien nicht heimisch, sie wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts durch europäische Siedler eingeführt."


Zwischenzeitlich ist die Lokomotive rangiert worden und befindet sich wieder an der Spitze des Zuges.

Auf der Rückfahrt wird als letzter Gang das Dessert serviert.
Pascal macht, wie seine beiden Söhne, auch zwei verschiedene Sportarten. Heute Abend begleite ich ihn ins Pencak Silat-Training.

"Pencak Silat aus Indonesien ist der Oberbegriff für die traditionellen Kampfkünste. Sinngemäss übersetzt bedeutet der Begriff 'Übungen von Techniken zur Selbstverteidigung und ihre Anwendung im Kampf'. Pencak Silat wird vor allem in Indonesien, Malaysia, Brunei und in den südlichen Philippinen praktiziert. Neben vielen Hauptstilen existieren zahlreiche Dorfstile. Pencak Silat wird zwar als 'Kampfkunst' bezeichnet, jedoch versteht man in manchen Regionen unter dem Begriff ausschliesslich den Wettkampfstil Olahraga, der eine stark veränderte, wesentlich entschärfte Form des traditionellen Silat darstellt."

Pascals Club in Torquay, wo er seit Jahren dabei ist, ist sehr klein. So klein, dass sie nach jeder Saison entscheiden, ob sie weitermachen wollen oder nicht (Miete der Halle). Sie machen bewusst keine Werbung für Neumitglieder, da sie sonst wieder mit Anfängerübungen das Training absolvieren müssten.

Bei der Geburtstagszeremonie tut mir Pascal beinahe leid.

Noch regnet es nicht, Zigy freut es



Später, als wir einkaufen fahren, schüttet es stark vom Himmel herunter.


Nachdem wir eine praktische Box gekauft haben um die Übersicht über die Einzelteile einfacher zu haben, beginnt Pasci, sein Geschenk zusammenzubauen; bis zur Vollendung wird er noch viele Stunden damit verbringen ...

... am 8. Juni 2026 Pascal mir, dass er fertig sei und es Freude bereitet hat.
Wie bereits erwähnt, betreibt Pascal auch zwei verschiedene Sportarten. So fahren wir heute nach Geelong ins Rollerway Skate Centre; Pascal und sein Team haben dort einen Inline-hockey-Match.

Pascal hat zum Geburtstag einen neuen Hockeystock geschenkt bekommen; dieser wird heute eingesetzt.



Es geht los; Pascal spielt im Team Rot.
Die Freude am Sport steht im Vordergrund: Pascals Team besteht aus Zwanzigjährigen bis zu einem Siebzigjährigen, eine junge Frau gehört ebenso zum Team.



2:5 für Dark (red) lautet das Schlussresultat; bravo Pascal.
Egal wie lange etwas dauert, irgendeinmal ist er da, der letzte Tag, der Tag des Abschieds. Von Lennox muss ich mich als erstem verabschieden, danach folgt Janelle, die zur Arbeit muss und kurz darauf ist es auch Zeit, Oscar in die Arme zu nehmen. Zurück bleiben Zigy, Pascal und ich.

Mit dem neuen CH-Kleber an Pascals Škoda, fahren wir um 11 Uhr nach Geelong. Ich habe wieder eine Fahrt mit Gull Airport Service gebucht.

Um 12:40 Uhr muss ich mich auch von Pascal verabschieden. Wie üblich in solchen emotionalen Momenten, sendet mein vegetatives Nervensystem Signale an den Kehlkopf, die sich wie ein Kloss im Hals anfühlen und mich sprachlos werden lassen. Zu Reden ist eigentlich nicht nötig, wir haben in der gemeinsamen Zeit viel miteinander geredet, geblödelt und gelacht; wir hatten es sehr gut miteinander. Danke Pasci für die schöne Zeit.



In der Marhaba Lounge lasse ich es mir gut gehen.


Mein Flug QR 8402 von Qatar Airways startet um 17:10 Uhr nach Doha, der Hauptstadt von Katar, wo ich um 23:25 Uhr landen werde.

Noch eine halbe Stunde bis zur Landung.
In Doha habe ich knapp 3 Stunden Transferzeit bis zu meinem Anschlussflug QR 093 nach Zürich.





Gegen fünf Uhr wird mir ein gesundes Frühstück serviert.


Noch 20 Minuten bis zur Landung in Zürich. Nach der Landung und dem problemlosen Einreiseprozedere fahre ich mit dem Interregio IR 13 um 07:30 Uhr nach Zug, wechsle dort auf die S1 nach und geniesse darin das Panorama auf den Zugersee und die Alpen.

Es hätte auch anders kommen können als in Doha am 27. Februar um 02:40 Uhr zu starten:
"Der Irankrieg 2026 ist ein Angriffskrieg in Vorderasien und im Nahen Osten, der am 28. Februar 2026 mit Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran begann. Die militärischen Handlungen starteten in den frühen Morgenstunden; die erste Meldung über den Präventivschlag lief um 07:15 Uhr über die Nachrichtenticker."
Viele Passagiere sind danach in den Flughäfen im arabischen Raum stecken geblieben.

Am 6. März, mit einem Tag Verspätung, erhalte ich meine in Papeete, Tahiti/Französisch-Polynesien, gekaufte Tiki-Statue. Von Papeete führte ihre Flugroute über Singapore nach Dresden, und danach auf dem Landweg über Basel, Ebikon nach Cham.



Die Spannung steigt ...

Willkommen bei mir zu Hause Tiki; beschütze mich vor bösen Geistern!
Eine lange, abwechslungs- und vielseitige Reise geht zu Ende. In meinem Memory sind viele neue Erinnerungen gespeichert. Nebst der wunderschönen Tiki-Statue trage ich auf meiner rechten Wade ein Tiki-Tatoo, welches mich für immer an diese Ozeanien-Reise erinnern wird.